In ruhigen Bahnen

Ministerium kritisiert schnelle Weitergabe von Ölpreiserhöhungen

Im Monatsbericht des Finanzministeriums wird die schnelle Weitergabe von Rohölpreiserhöhungen an die Verbraucher indirekt kritisiert. Allerdings würden die gestiegenen Öl- und Rohstoffpreise durch den weiterhin starken Euro teilweise ausgeglichen. Die Zeitspanne sei dennoch erstaunlich kurz.

Hochspannungsmasten© Günter Menzl / Fotolia.com

Berlin (ddp/sm) - Das Bundesfinanzministerium (BMF) hat die schnelle Weitergabe von Rohölpreiserhöhungen an die Verbraucher indirekt kritisiert. Die Zeitspanne sei "erstaunlich" kurz, heißt es in dem am Freitag in Berlin vorgelegten Monatsbericht des Ministeriums.

So lag der Rekordpreis für Rohöl vom Oktober auf Euro-Basis um 58 Prozent über dem Vorjahreswert. Bereits im gleichen Monat habe dies zu "enormen Preissteigerungen" für Heizöl und Benzin um 40,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr beziehungsweise 16,6 Prozent gegenüber dem Vormonat geführt.

Generell verlaufe die Preisentwicklung in Deutschland aber "in ruhigen Bahnen", heißt es in dem Bericht weiter. Die deutlich gestiegenen Öl- und Rohstoffpreise würden durch den weiterhin starken Euro teilweise ausgeglichen. Zudem verteuerten sich beispielsweise Nahrungsmittel nur moderat, so dass die jährliche Teuerung auf 2,0 Prozent abgemildert worden sei.

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