Preissteigerungen

Mindestlohn für Friseure verteuert Haarschnitte

Seit dem heutigen 1. August gelten einige Neuerungen, unter anderem ein Mindestlohn für Friseure. Aktuellen Kurzumfragen zufolge werden viele Friseurkunden künftig deutlich tiefer in die Tasche greifen müssen.

Tarife© rkolbabek / iStockphoto.com

Haarschnitte bei Billigfriseuren werden wohl teurer

Wie Bild Online am Donnerstag berichtet, wollen vor allem die großen Ketten, die günstige Preise bieten und mit vielen Salons in Ost- und Westdeutschland präsent sind, ihre Preise anheben. Bei Essanelle seien es zwischen 20 und 25 Prozent, um die man in den ostdeutschen Salons die Preise erhöhen werde, bei der Friseurkette Klier war die Rede von 15 bis 25 Prozent, je nach Bundesland. Ein Billigschnitt, der vorher zehn Euro kostete, würde im letzteren Fall 12,50 Euro kosten. Ab sofort gelten im Friseurhandwerk nämlich erstmalig Mindestlöhne. In Westdeutschland müssen Salonbesitzer mindestens 7,50 Euro pro Stunde an ihre Angestellten bezahlen, in Ostdeutschland sind es 6,50 Euro.

Erstmals Mindestlöhne im Friseurhandwerk

Die so entstehenden höheren Lohnkosten werden die Pächter bzw. Eigentümer voraussichtlich an die Kunden weitergeben. Da Dumpinglöhne von drei oder vier Euro pro Stunde, wie sie zuvor vor allem im Osten Deutschlands immer wieder vorkamen, wegen der schmalen Margen vor allem von Billigketten und eigentümergeführten Kleinstsalons gezahlt wurden, dürften sich die Preissteigerungen in der Regel auf diese Segmente beziehen. Ladenbesitzer, die die genannten Löhne schon vorher gezahlt haben, dürften die neue Regelung also nicht zum Anlass nehmen, ebenfalls ihre Preise anzuheben. Die nächste Preiswelle dürfte übrigens in genau einem Jahr folgen: Zum 1. August 2014 wird der Stundenlohn bei Friseurinnen und Friseuren nochmals um 50 Cent pro Stunde angehoben.

Das könnte Sie auch interessieren
Top