Preissteigerungen

Milchpreise erreichen Fünfjahreshoch

Die Milchpreise sind aktuell so hoch wie seit fünf Jahren nicht mehr - und trotzdem sind die Einnahmen für viele Bauern allenfalls "akzeptabel".

Milchglas© Nitr / Fotolia.com

Die Milchpreise sind aktuell so hoch wie seit fünf Jahren nicht mehr - und trotzdem sind die Einnahmen für viele Bauern allenfalls "akzeptabel". Im Winter schon hatten viele Supermärkte, darunter auch Discounter wie Aldi, die Milchpreise deutlich erhöht. Weitere Erhöhungen folgten im Juli.

Milchpreise können Erzeugungskosten kaum aufwiegen

Aktuell bekommt ein Milchbauer 36,51 Cent pro Kilogramm Milch (etwas mehr als ein Liter). Der Bund Deutscher Milchviehhalter (BDM) spricht laut Frankfurter Allgemeine von einer sehr positiven Entwicklung. In der "Milchkrise" der Jahre 2008 und 2009 war der Literpreis auf weniger als 22 Cent gefallen. Doch für die Landwirte ist das immer noch zu wenig, denn die Kosten für Futtermittel und Energie sind stark gestiegen.

Subventionen sind immer noch nötig

Selbst die 40 Cent, die der Milchbauern-Verband einmal vor Augen hatte, würden heute nicht genügen, um die Mehrkosten aufzufangen. Laut einem Gutachten liegen die Kosten für die Erzeugung eines Kilogramms Milch bei 51 Cent in Süddeutschland, bei 43 und 45 Cent in Nord- und Ostdeutschland - das heißt, ohne Subventionen ist es nach wie vor schwierig. 50 Cent statt der ehemals angepeilten 40 müssten es schon sein.

Als Hauptgrund für das Preishoch gilt laut der Zeitung, dass Milchprodukte zunehmend ins Ausland verkauft werden. Wertmäßig mache der Export fast die Hälfte der Produktion aus.

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