Preissteigerungen

Mietpreise in Mainz stiegen um rund zehn Prozent

Begehrte Waren sind zumeist teuer und das spiegelt sich auch bei den Wohnungen in Mainz wieder.

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Begehrte Waren sind zumeist teuer und das spiegelt sich auch bei den Wohnungen in Mainz wieder. Rückblickend auf die letzten fünf Jahre hat die Stadt circa 10.000 Neubürger hinzugewonnen. Und genau das hat vermutlich dazu beigetragen, dass die Mietpreise in der Landeshauptstadt von Rheinland-Pfalz stark gestiegen sind.

Mietpreise stiegen um bis zu 14,3 Prozent

Die Mietpreiserhöhung wurde anhand eines neuen Mietspiegels gemessen, der von der Hamburger Beratungsgesellschaft A & K erstellt wurde, berichtet die Online-Ausgabe der Frankfurter Allgemeinen Zeitung (Ausgabe Rhein-Main). Durchschnittlich ist der Mietpreis demnach in den vergangenen vier Jahren um zehn Prozent gestiegen. Besonders teuer sind der Auswertung zufolge die Wohnungen mit einer Größe von 60 bis 80 Quadratmetern und einer guten Ausstattung geworden, die bis 1969 gebaut wurden. Hier sind die Mietpreise im Schnitt um 13,1 Prozent gestiegen. Die stärkste Teuerung ist allerdings bei den kleineren Einzimmerapartments festzustellen, die bis zu 40 Quadratmeter groß sind. Hier stieg der Preis um bis zu 14,3 Prozent.

Durchschnittliche Quadratmeterpreise der Mainzer Wohnungen im Vergleich:

  • Über 80 qm² (mittlere Ausstattung, bis 1969 gebaut): 4,70 Euro/qm²
  • Zwischen 40 bis 60 qm² (gute Ausstattung, 2003-2014 gebaut): 9,63 Euro/qm²
  • Bis 40 m²: 10,41 Euro/qm²
  • Durchschnittspreis aller Wohnungen: 6,71 Euro/qm²

Weitere Wohnungen sollen gebaut werden

Die SPD-Stadtratsfraktion sieht laut FAZ eine Lösung gegen die steigenden Mietpreise darin, weitere Wohnräume zu schaffen. Das soll mit etwa 6.500 weiteren Wohnungen bis 2020 umgesetzt werden. Die Grünen-Fraktion plädiert dafür, mehr öffentliche Gelder einzusetzen, um weiteren sozialen Wohnraum zu schaffen, weil das Wohnen trotz künftiger Mietpreisbremse kaum zu bezahlen sei.

Der Mietspiegel von A & K ist noch nicht offiziell in Kraft getreten. Die Abstimmung durch den Stadtrat findet im Juli statt. Erst dann kann die Auswertung bei bestehenden Mietverträgen als rechtliches Instrument eingesetzt werden. Wenn die Mietpreisbremse in Kraft tritt, kann auf den Mietspiegel auch bei Neuvermietungen zurückgegriffen werden, sagte Matthias Klupp von A & K der Zeitung.

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