Preissteigerungen

Mietpreis steigt in Berlin besonders schnell

Obwohl die Mietpreise 2013 langsamer stiegen als die Inflationsrate, wird das Wohnen besonders in den Großstädten sehr schnell und spürbar teurer.

Straßenverkehr© ArTo / Fotolia.com

Obwohl die Mietpreise 2013 langsamer stiegen als die Inflationsrate, wird das Wohnen besonders in den Großstädten sehr schnell und spürbar teurer. Deutschlands Hauptstadt führt dabei die Spitze an. Die Nachfrage liegt dort über dem Wohnungsangebot, wodurch auch sehr teure Mieten in Kauf genommen werden.

Mietpreise stiegen um 2,5 Prozent

In jedem Monat des vergangenen Jahres lag die Mietpreis-Erhöhung in Berlin über dem Bundesdurchschnitt. Im Dezember 2013 mussten die Einwohner der Hauptstadt verglichen mit dem Dezember des Vorjahres 2,5 Prozent mehr an Nettokaltmiete zahlen. Bundesweit waren es 1,6 Prozent, so ein Bericht der Zeit.

Preisanstieg vor allem in Ballungsräumen

Die Erhöhungen der Mietpreise waren besonders in Hochschulstädten und Ballungsräumen und hauptsächlich bei den Neuvermietungen zu beobachten. Zum Vergleich: In den meisten Regionen Deutschlands lagen die Preissteigerungen deutlich niedriger, vor allem in den neuen Bundesländern lagen sie unter dem Bundesdurchschnitt. Beispielweise waren es gegenüber dem Vorjahr 0,3 Prozent mehr in Mecklenburg-Vorpommern und 0,9 Prozent mehr in Brandenburg und Sachsen-Anhalt. "Die Nachfrage liegt in einigen Städten deutlich über dem Angebot, was die Preise nach oben treibt", sagte der Sprecher des Mieterbunds, Ulrich Ropertz. Lösen ließe sich das Problem über den sozialen Wohnungsbau oder den Werkswohnungsbau. Die Neubauten von Privatleuten seien darauf ausgelegt, eher teurere Mieten einzufahren.

Mietpreis-Erhöhung niedriger als Inflationsrate

Gemessen an den Verbraucherpreisen hält sich der Mietpreis-Anstieg jedoch in Grenzen. Im vergangenen Jahr gingen die Nettokaltmieten im bundesweiten Schnitt um 1,3 Prozent nach oben, während die Inflationsrate bei 1,5 Prozent lag. "Auch längerfristig betrachtet, wirken die Nettokaltmieten preisdämpfend auf die Entwicklung der Verbraucherpreise", so das Statistische Bundesamt. Demnach hätten sich in den Jahren 2005 bis 2013 die Mietpreise insgesamt um 9,8 Prozent, die Verbraucherpreise jedoch um 14,3 Prozent erhöht.

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