Klare Signale

Merkel fordert nach Gasstreit härtere Haltung der EU

Merkel fordert nach dem Gasstreit ein entschiedeneres Auftreten der EU gegenüber Russland und der Ukraine. "Wir müssen beiden Ländern das klare Signal geben, dass sich ein solcher Konflikt nicht wiederholen darf", schrieb sie an EU-Kommissionspräsident José Manuel Barroso und den tschechischen EU-Ratsvorsitzenden Mirek Topolanek.

Energieversorung© Gina Sanders / Fotolia.com

Brüssel (AFP/sm) - Dazu müsse Europa "mit einer Stimme" sprechen, schrieb Merkel in dem am Donnerstag bekannt gewordenen Brief mit Blick auf den EU-Gipfel am 19. und 20. März in Brüssel.

Nach Ansicht der Kanzlerin muss die EU unabhängiger von russischem Erdgas werden. Alternativen Pipeline-Projekten müssten alle Mitgliedstaaten ihre Unterstützung geben, forderte Merkel. Dazu zählt die Kanzlerin auch die Ostseepipeline, die in Polen und den Baltenstaaten umstritten ist.

Forderungen der EU-Kommission nach einer Milliardenspritze für Energieprojekte erteilte Merkel eine Absage. "Zusätzliche Mittel aus dem EU-Haushalt werden unsere Probleme nicht lösen", schrieb die Kanzlerin. Barroso hatte am Mittwoch Investitionen von 3,5 Milliarden Euro unter anderem für Kohlekraftwerke und Windparks vorgeschlagen.

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