Energie-Konferenz

Mecklenburger SPD bekennt sich zur Windenergieerzeugung

Der Fraktionschef der SPD in Mecklenburg-Vorpommern, Volker Schlotmann, hat sich auf der energiepolitischen Fachkonferenz der Fraktion am Wochenende für eine uneingeschränkte Förderung der Windenergie ausgesprochen. Er verwies auf die Verknappung und die damit einhergehende Verteuerung von Energie.

Hochspannungsleitung© Gina Sanders / Fotolia.com

Wismar (ddp/sm) - Schlotmann betonte, wer gegen Windkraft und die Errichtung von Offshore-Windparks sei, müsse Alternativen aufzeigen oder ehrlich sagen, dass er lieber Öl, Steinkohle und Atomenergie hätte. Er sei froh, dass auch nach den Koalitionsverhandlungen in Berlin am Ausstieg aus der Atomenergie festgehalten werde.

Nicht nur Mecklenburg-Vorpommerns Zukunftsfähigkeit werde davon abhängen, ob es gelinge, eine qualitativ hochwertige und umweltgerechte Energieversorgung zu erreichen, so Schlotmann. Das nordostdeutsche Bundesland habe 2005 bereits 31 Prozent seines Stroms aus erneuerbaren Energien gewonnen. Das sei ein bundesweiter Spitzenplatz.

Kritisiert wurden auf der Konferenz Pläne aus dem Koalitionsvertrag zwischen CDU/CSU und SPD im Bund, die Steuerbefreiung für Biokraftstoffe zugunsten einer Beimischungspflicht zu konventionellen Kraftstoffen wegfallen zu lassen. Die Selbstvermarktung von Biodiesel und Pflanzenöl als Kraftstoff würde damit unrentabel, sagte der energiepolitische Sprecher der Fraktion, Holger Friedrich. An der Fachtagung nahmen knapp 70 Vertreter aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft teil.

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