Preissteigerungen

Lufthansa-Flüge werden in Reisebüros teurer

Weil demnächst die meisten innerdeutschen und innereuropäischen Lufthansa-Flüge von der Konzerntochter Germanwings abgewickelt werden, befürchtet man in der Branche allenthalben diverse Nachteile für die Kunden.

22.05.2013, 09:00 Uhr
Flugzeug© spooh / iStockphoto.com

Weil demnächst die meisten innerdeutschen und innereuropäischen Lufthansa-Flüge von der Konzerntochter Germanwings abgewickelt werden, befürchtet man in der Branche allenthalben diverse Nachteile für die Kunden - unter anderem deshalb, weil der billigste Basic-Tarif nur noch mit Erschwernissen buchbar sein soll.

Reisebüros müssen leider draußen bleiben

Demnach würden künftig Reisebüros solchen Kunden, die am günstigsten Tarif interessiert sind, diesen gar nicht mehr vermitteln können, weil er im Buchungssystem fehle, sagte eine Sprecherin des Deutschen Reiseverbandes (DRV) am Dienstag in Berlin. Lediglich online sei die günstigste Sitzklasse dann noch zu buchen - allerdings auch hier nicht für Online-Reiseveranstalter, sondern nur noch für Privatleute. Würde ein Kunde im Reisebüro trotzdem auf den günstigsten Tarif pochen, entstünde für die Mitarbeiter ein großer Mehraufwand, den letztlich der Kunde über einen dann doch höheren Preis würde zahlen müssen. Sprich: Die günstigen Flüge von Germanwings würden mit einem Preisaufschlag verkauft.

Massiver Kostendruck ist der Hintergrund

Medienberichten zufolge wies ein Sprecher von Germanwings die Vorwürfe des DRV inzwischen zurück und berief sich auf systemische Schwierigkeiten. Aus nicht näher benannten Gründen könnten die "globalen Systeme" den Basistarif nicht abbilden. Man wolle jedoch mit der Branche sprechen, um allen interessierten Partnern die günstigsten Buchungsmöglichkeiten zur Verfügung stellen zu können. So soll es den Veranstaltern offenbar auch ermöglicht werden, direkt auf das Germanwings-Buchungssystem zugreifen zu können. Hintergrund der jetzigen Querelen dürfte der massiv gestiegene Kostendruck sein, dem sich die Lufthansa in der jüngeren Vergangenheit ausgesetzt sieht. Deshalb sollen künftig alle Flüge außerhalb der zentralen Drehkreuze Frankfurt/Main und München von der Konzerntochter Germanwings abgewickelt werden.

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