Kehrtwende

Linkspartei.PDS fordert andere Energiepolitik in Brandenburg

Brandenburgs Linkspartei.PDS fordert eine Kehrtwende in der Energiepolitik des Landes. Das bis 2010 geltende Energiekonzept müsse überarbeitet werden, sagte eine Sprecherin in Potsdam. Die Vorsitzende der Linkspartei.PDS-Fraktion im Landtag Brandenburg, Dagmar Enkelmann, kritisierte gleichzeitig den Ministerpräsidenten.

07.09.2005, 08:50 Uhr
Stromnetz Ausbau© Thomas Aumann / Fotolia.com

Müncheberg/Potsdam (ddp-lbg/sm) - Brandenburg hinke mit einem bundesweiten Anteil von 1,6 Prozent bei Strom aus Biomasse weit hinterher. Die Linkspartei.PDS hat sich aber dafür ausgesprochen, die "Clean-Coal-Technologie" erproben zu lassen. Eine entsprechende 30-Megawatt-Anlage will der Stromkonzern Vattenfall in der Lausitz errichten. Die Vorsitzende der Linkspartei.PDS-Fraktion im Landtag Brandenburg, Dagmar Enkelmann, kritisierte Brandenburgs Ministerpräsident Matthias Platzeck (SPD). Er habe zugelassen, dass der Naturschutz in Brandenburg abgebaut wurde.

Enkelmann forderte, bis 2050 solle die Bundesrepublik ihren Energiebedarf zu 100 Prozent aus erneuerbaren Energien decken. Damit müsse jetzt begonnen werden. Der schnelle Ausbau solarer Energiequellen sei zugleich der beste Klimaschutz. Angesichts steigender Energiepreise forderte Enkelmann Konzepte, um die Folgen des Klimawandels und die Verknappung von Naturressourcen sozial gerecht zu bewältigen.

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