Bastion gefallen

LichtBlick erwirkt Netznutzung in Duisburg

Erstmals kann der Hamburger Stromanbieter LichtBlick jetzt auch seine Kunden in Duisburg mit ökologisch erzeugtem Strom versorgen. Mit einer einstweiligen Verfügung wurde zum 1. September der gesetzliche Anspruch auf Versorgung der eigenen Kunden durchgesetzt. Dennoch ist für LichtBlick das Marktmodell ohne Regulierer gescheitert.

Hochspannungsleitung© Gina Sanders / Fotolia.com

Seit 1. September kann der Hamburger Ökostromanbieter LichtBlick erstmals in das Netzgebiet der Stadtwerke Duisburg Strom liefern. Zur Durchsetzung dieses Anspruchs auf Versorgung der eigenen Kunden war zuletzt eine einstweilige Verfügung gegen die Stadtwerke Duisburg AG und den vorgelagerten Netzbetreiber, die RWE Net AG, notwendig.

"Wenn es möglich ist, den Wettbewerb im Strommarkt und damit das Recht der Kunden auf günstigen und sauberen Strom jahrelang erfolgreich zu blockieren, dann zeigt dies einmal mehr, dass die Rahmenbedingungen im Markt nicht stimmen. Die Regierung hat es schlichtweg versäumt, Politik für den Wettbewerb und damit für den Verbraucher zu machen. Das Marktmodell ohne Regulierer ist gescheitert, wenn man beim Monopolisten auf Beton stößt", wird Gero Lücking, Leiter Strombeschaffung und -versorgung beim Hamburger Anbieter LichtBlick, deutlich.

Erst massive Beschwerden beim Wirtschaftsministerium in Düsseldorf, das selbst die Genehmigung der Netzentgelte nicht mit dem erforderlichen Nachdruck betrieben hat, und ein zivilgerichtliches Vorgehen gegen die Stadtwerke hätten letztlich für die Marktöffnung in Duisburg gesorgt.

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