In Brandenburg

Lebenshaltungskosten im Oktober um 2,6 Prozent gestiegen

Die teure Energie bleibt weiterhin Verbraucherpreistreiber: Aktuellen Zahlen aus Brandenburg zufolge kosteten Heizöl 25,2 Prozent, Kraftstoffe 10,9 Prozent, Umlagen für Zentralheizung und Fernwärme 20,8 Prozent, Gas 11,6 Prozent sowie Strom 3,7 Prozent mehr als im Oktober 2004.

Hochspannungsmasten© Günter Menzl / Fotolia.com

Potsdam (ddp-lbg/sm) - Der Preisauftrieb in Brandenburg hat sich im Oktober leicht abgeschwächt. Die Teuerungsrate lag im Vergleich zum Vorjahresmonat bei 2,6 Prozent, wie der Landesbetrieb für Datenverarbeitung und Statistik am Montag in Potsdam mitteilte. Sie war damit die Zweithöchste im laufenden Jahr. Im September war der Preisindex im Jahresvergleich sogar um 2,9 Prozent gestiegen. Von September zu Oktober 2005 stieg die Teuerungsrate um 0,1 Prozent.

Im Vergleich zum Vorjahresmonat musste der Verbraucher den Angaben zufolge spürbare Preissteigerungen für Energie verkraften. So kosteten Heizöl 25,2 Prozent, Kraftstoffe 10,9 Prozent, Umlagen für Zentralheizung und Fernwärme 20,8 Prozent, Gas 11,6 Prozent sowie Strom 3,7 Prozent mehr als im Oktober 2004. Ohne Berücksichtigung der Preisentwicklung von Haushaltsenergie und Kraftstoffen wäre der Index nur um 1,6 Prozent gestiegen.

Mehr bezahlen als im Oktober 2004 mussten die Verbraucher auch für Tabakwaren, Wohnungsnebenkosten, Gesundheitspflege, Pauschalreisen, Zeitungen, Zeitschriften sowie Verkehrs- und Postdienstleistungen. Verbraucherfreundlich zeigte sich im Jahresvergleich dagegen die Preisentwicklung für Heimelektronik, Haushaltsgroßgeräte, Telefon- und Faxgeräte sowie für Telekommunikation.

Das könnte Sie auch interessieren
  • Strom- und Gaspreise

    Energiepreise im September: Bisher stärkster Anstieg 2017

    Die Energiepreise sind im September stärker angestiegen wie bisher in keinem anderen Monat des laufenden Jahres. Das zeigt der Energiepreis-Monitor der European Climate Foundation. In Deutschland ist vor allem der Preis für Heizöl gestiegen.

  • Strom- und Gaspreise

    Langsamer Preisanstieg bei Energie dämpft Inflationsrate

    Die Inflationsrate ist im Mai nach den vorläufigen Zahlen des Statistischen Bundesamtes auf 1,5 Prozent gesunken. Das hängt hauptsächlich mit den Energiepreisen zusammen. Die steigen nämlich nur noch langsam.

  • Energieversorung

    Teure Energie: Erzeugerpreise erreichen Höchststand

    Neusten Angaben des Statistischen Bundesamtes zufolge, bleibt die teure Energie im September wie auch in den Vormonaten Preistreiber für die Erzeugerpreise. Im Vergleich zum September 2004 ist beispielsweise Strom momentan 9,9 Prozent und heimisches Erdöl 60,9 Prozent teurer.

  • Stromnetz Ausbau

    Verbraucherpreise haben im September deutlich angezogen

    Die gestiegenen Energiepreise haben im September zum höchsten Anstieg der Verbraucherpreise seit mehr als vier Jahren geführt. Wie das Statistische Bundesamt am Mittwoch unter Berufung auf endgültige Berechnungen mitteilte, kletterten die Verbraucherpreise gegenüber dem Vorjahr um 2,5 Prozent.

  • Hochspannungsmasten

    Enro will Geothermie-Kraftwerke in der Mark bauen

    Nach einem Bericht der "Märkischen Allgemeinen Zeitung" will der Energiedienstleister Enro Geothermie-Entwicklung GmbH aus Ludwigsfelde (Teltow-Fläming) in Brandenburg zehn Geothermie-Kraftwerke errichten. Das gesamte Projekt habe ein Investitionsvolumen von etwa 250 Millionen Euro.

Top