Preissteigerungen

Laute Züge werden teurer – für die Bahn

Einem Zeitungsbericht zufolge muss sich die Deutsche Bahn - zunächst aber noch nicht die Zugreisenden - auf höhere Kosten einstellen, wenn ihre Güterzüge zu laut sind.

öffentlicher Nahverkehr© Henlisatho / Fotolia.com

Einem Zeitungsbericht zufolge muss sich die Deutsche Bahn - zunächst aber noch nicht die Zugreisenden - auf höhere Kosten einstellen, wenn ihre Güterzüge zu laut sind. Und das dürften einige sein, denn das Lärmproblem bei der Bahn haben sowohl das Unternehmen als auch die Bundesregierung als Großaktionär lange stiefmütterlich behandelt.

Laute Züge kosten mehr als leise

Laut einem Bericht der "Stuttgarter Zeitung" gelten seit Beginn des Monats neue Gebührenregeln, die je nach Lärmpegel der Züge unterschiedlich hoch sind. Seitdem kommen den Konzern die Fahrten für nicht lärmreduzierte Züge teurer; der Aufschlag beträgt dem Bericht zufolge ein Prozent auf den bisherigen Trassenpreis. Das klingt wenig, doch der Aufpreis soll in den nächsten Jahren weiter steigen. Außerdem erhalten schon seit vergangenem Dezember besonders leise Züge einen Bonus.

Merkel setzt auf Freiwilligkeit

Gerade beim Bremssystem gibt es große Unterschiede. In der Schweiz beispielsweise sind die lauten Gussbremsen, deren kreischendes Quietschen schon viele Anwohner um den Schlaf gebracht hat, ab 2020 verboten. Die deutsche Kanzlerin setzt bislang auf freiwillige Lösungen - wohl nicht zuletzt deshalb, weil die Umrüstung der Züge nicht nur sehr teuer ist, sondern eine regelrechte Herkulesaufgabe. Laut dem Zeitungsbericht seien derzeit noch rund 180.000 Waggons, die in Deutschland unterwegs sind, mit dem lauten Bremssystem ausgestattet. Automatisch erhalten derzeit nur neue Waggons ab Werk eine leisere Bremse.

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