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Langzeittest: Nur ein Tagesgeldkonto mit der Note "1,0"

Beim Tagesgeldkonto sind vor allem zwei Dinge wichtig: Die Zinsen und die Sicherheit des angelegten Geldes. Verivox hat 750 Konten in einem Langzeittest untersucht. 23 Banken erzielten eine Eins vor dem Komma, aber nur eine die Note "1,0".

Tagesgeld© cirquedesprit / Fotolia.com

Heidelberg - Dauerhaft hohe Zinsen und Sicherheit fürs Ersparte – das macht ein gutes Tagesgeldkonto aus. Deshalb hat das Verbraucherportal Verivox auf Basis der größten tagesaktuellen Datenbank die Konditionen von fast 750 Tagesgeldkonten einem Langzeittest unterzogen. Nur 23 Angebote erhielten eine Note mit Eins vor dem Komma, fünf schnitten "sehr gut" ab – darunter auch zwei Tagesgeldkonten von deutschen Banken.

Bestnote für das Tagesgeldkonto der TF Bank

Den ersten Platz sicherte sich das Tagesgeldkonto der schwedischen TF Bank. Es wurde als einziges Produkt im Test mit der Note 1,0 bewertet. Ein "sehr gutes" Ergebnis erzielten darüber hinaus die Tagesgeldkonten der Hamburger HSH Nordbank, der schwedischen Bank Hoist Finance sowie der m altesischen FIMBank (jeweils Note 1,1) – außerdem das Online-Tagesgeld der Frankfurter Akbank AG (1,4).

Zinsen waren das wichtigste Testkriterium

Das wichtigste Testkriterium war der angebotene Zins. Er macht 80 Prozent des Gesamtergebnisses aus. "Viele Anleger schätzen Kontinuität", erklärt Oliver Maier, Geschäftsführer der Verivox Finanzvergleich GmbH. "Sie wollen nicht permanent ihr Tagesgeldkonto wechseln, sondern suchen einen Anbieter, der konstant gute Zinsen zahlt."

Deshalb kamen nicht nur die aktuellen Zinsen in die Wertung. Für alle Angebote wurden zusätzlich die Zinsen im Mai 2018, im November 2017 und im November 2015 ausgewertet. Nur Banken, die mindestens an einem weiteren Termin ein Tagesgeld online anboten, hatten eine Chance auf den Testsieg.

2. Kriterium: Sicherheit

Tagesgeld-Anleger verlassen sich darauf, dass ihre Ersparnisse auch im Falle einer Bankpleite sicher sind. "EU-weit sind Einlagen von mindestens 100.000 Euro pro Anleger und Bank durch die nationalen Sicherungseinrichtungen der Mitgliedstaaten geschützt", sagt Oliver Maier. Wechselkursbedingt weicht die Sicherungsgrenze bei britischen und schwedischen Banken leicht ab.

Die gesetzliche Mindestsumme erfüllten alle Banken im Test. Mehr Punkte gab es für Banken, die Kundengelder auch über diese Grenze hinaus absichern. Außerdem floss die Bonität des Landes, in dem die Bank ihren Sitz hat, in die Gesamtnote ein.

Kunden müssen Nullzinsen nicht akzeptieren

Viele Verbraucher haben sich schon daran gewöhnt, überhaupt keine Zinsen auf dem Tagesgeldkonto zu erhalten. Dabei gibt es Alternativen: Beim Sieger im Verivox-Test erhalten Anleger für 10.000 Euro immerhin noch 65 Euro Zinsen im Jahr, bei der besten deutschen Bank sind es 53 Euro.

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