Preissteigerungen

Langfristige Teuerung bei Lebensmitteln erwartet

Viele in der Landwirtschaft gewonnenen Produkte sind in der jüngeren Vergangenheit teurer geworden, oft wegen gestiegener Preise für Energie sowie für Rohstoffe.

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Viele in der Landwirtschaft gewonnenen Produkte sind in der jüngeren Vergangenheit teurer geworden, oft wegen gestiegener Preise für Energie sowie für Rohstoffe. Nun zeigt ein UN-Bericht, dass sich Verbraucher in den kommenden zehn Jahren auf weiter steigende Preise für Lebensmittel einstellen sollten.

Höhere Nachfrage bei niedrigerer Produktivität

Hintergrund der erwarteten Preissteigerungen sei einerseits ein gestiegener Bedarf in Entwicklungs- und Schwellenländern, der sowohl vom Bevölkerungswachstum als auch von höheren Einkommen getrieben werde. Nach Auskunft der Welternährungsorganisation der Vereinten Nationen (FAO), die ihren "Agricultural Outlook" vergangene Woche zusammen mit der OECD vorgestellt hat, sei diese höhere Nachfrage der eine Grund, warum die Lebensmittelpreise langfristig steigen würden. Der zweite Grund liege in einem geringeren Produktionswachstum - welches indes in Entwicklungsländern viel stärker steigen werde als in Industrieländern.

Enger Zusammenhang mit Energie- und Rohstoffpreisen

Insgesamt seien Preiserhöhungen sowohl für tierische als auch für pflanzliche Agrarerzeugnisse zu erwarten, wobei der Löwenanteil laut der Prognose voraussichtlich auf Fleisch, Fisch und Biokraftstoffe entfallen werde. Ein weiterer entscheidender Grund für die erwartete Preissteigerung von landwirtschaftlichen Erzeugnissen sei der hohe Ölpreis. Denn dieser beeinflusse nicht nur ölbezogene Produktionskosten, sondern steigere auch die Nachfrage nach Biokraftstoff und die für dessen Herstellung verwendeten landwirtschaftlichen Rohstoffe. In den kommenden Jahren werde die Entwicklung der weltweiten Landwirtschaft wohl noch enger mit den Energiepreisen zusammenhängen, so der "Agricultural Outlook".

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