Kontrolle

Länder überprüfen Preisgebaren der Gasversorger

Eine Umfrage der "Financial Times Deutschland" ergab, dass die Kartellämter mehrerer großer Bundesländer das Preisgebaren von Gasversorgern überprüfen. Bayern, Baden-Württemberg, Nordrhein-Westfalen, Sachsen, Hessen, Brandenburg und Schleswig-Holstein sind in jedem Fall dabei.

Strom sparen© Gina Sanders / Fotolia.com

Hamburg/Wiesbaden (ddp/sm) - Die Kartellämter mehrerer großer Bundesländer überprüfen das Preisgebaren von Gasversorgern. Eine Preisüberprüfung aller Gasfirmen in Bayern, Baden-Württemberg, Nordrhein-Westfalen, Sachsen, Brandenburg und Schleswig-Holstein sei im Gange oder in Vorbereitung, geht aus einer Umfrage der "Financial Times Deutschland" (Mittwochausgabe) hervor. Bayern prüfe darüber hinaus bereits konkret die Einleitung von Missbrauchsverfahren.

Die hessische Landesregierung nimmt 37 der 40 Gasversorger des Landes wegen möglicherweise überhöhter Preise unter die Lupe. Dabei handelt es sich um Stadtwerke oder Unternehmen, die ausschließlich in diesem Bundesland Abnehmer haben, wie das Wirtschaftsministerium in Wiesbaden mitteilte. Die drei übrigen Versorger des Landes unterliegen der Missbrauchskontrolle durch das Bundeskartellamt, weil sie auch Kunden außerhalb des Landes versorgen.

Das Bundeskartellamt in Bonn prüft derzeit bereits die Preisgestaltung bei fünf überregionalen Versorgern, die in seine Zuständigkeit fallen. Auslöser der Überprüfung waren Verbraucherbeschwerden über zum Teil deutliche Preiserhöhungen.

Das könnte Sie auch interessieren
  • Pflegeversicherung

    Eigenanteil bei Pflegekosten: Preise klaffen weit auseinander

    Wie hoch der Eigenanteil bei den Kosten für ein Pflegeheim ist, hängt stark davon ab, wo man in Deutschland untergebracht ist. Die durchschnittlichen Kosten liegen in Thüringen bei 225 Euro, im Saarland sind es hingegen 869 Euro.

  • Stromvergleich

    Preisunterschiede beim Strom: Städter zahlen weniger

    Strom ist in der Stadt häufig günstiger als auf dem Land, lautet das Ergebnis einer aktuellen Analyse von Verivox. Das Preisgefälle ist dabei in den neuen Bundesländern oftmals größer als im Westen des Landes.

  • Strompreise

    Hessen überprüft 37 Gasversorger

    "Wer überhöhte Preise fordert, muss mit einer kartellrechtlichen Untersagung rechnen. Falls in den kommenden Wochen ein Monopolmissbrauch festzustellen ist, werden wir Preissenkungen anordnen", erläuterte der hessische Wirtschaftsminister Rhiel die Initiative seines Ministeriums.

  • Strompreise

    Hessen halbiert beantragte Strompreiserhöhungen

    Statt der im Schnitt beantragten Verteuerung um rund sieben Prozent müssten die Verbraucher nun mit Preiserhebungen von knapp 3,3 Prozent rechnen, teilte die hessische Preisaufsicht im Wirtschaftsministerium gestern mit. Alle 50 hessischen Versorger hatten Anträge zur Strompreiserhöhung eingereicht.

  • Stromtarife

    Kartellamt ermittelt vorerst gegen fünf Gasversorger

    Die hohen Erdgaspreise im Versorgungsgebiet der Mitteldeutschen Gasversorgung GmbH, der MVV Energie AG, der SWU Energie GmbH, der Thüga Aktiengesellschaft Erdgas Allgäu-Oberschwaben und der ODR werden vom Bundeskartellamt jetzt genauer unter die Lupe genommen, teilten die Verbraucherschützer heute mit.

Top