Klimaschutz

Kyoto-Protokoll tritt im Februar in Kraft

Am 16. Februar 2005 kann die Klimaschutzvereinbarung von 128 Staaten, besser bekannt als Kyoto-Protokoll, in Kraft treten. Nachzügler Russland überreichte UN-Generalsekretär Kofi Annan kürzlich die Ratifizierungsurkunde. Das Presse- und Informationsamt der Regierung hat dazu ein Diskussionsforum im Internet gestartet.

Strompreise© Andre Bonn / Fotolia.com

Berlin (red) - In der vergangenen Woche hat Russland UN-Generalsekretär Kofi Annan die Ratifizierungsurkunde für das Kyoto-Protokoll übergeben. Damit kann das internationale Dokument zum Klimaschutz am 16. Februar 2005 in Kraft treten. Bundesumweltminister Jürgen Trittin begrüßte diesen Schritt als Meilenstein des internationalen Umweltvölkerrechts.

"Mit dem Inkrafttreten des Kyoto-Protokolls hat die internationale Gemeinschaft gezeigt, dass sie den Herausforderungen des fortschreitenden Klimawandels mit multilateralem Handeln entgegentritt. Erstmals hat sie eine Reduzierung der Treibhausgas-Emissionen rechtsverbindlich festgelegt", erläuterte Trittin, mahnte gleichzeitig jedoch weitere Schritte an.

Das Kyoto-Protokoll verpflichtet die Industrieländer, ihren Treibhausgas-Ausstoß im Zeitraum 2008 bis 2012 um fünf Prozent gegenüber 1990 zu reduzieren. Deutschland hat sich innerhalb der EU dazu verpflichtet, seine Emissionen in diesem Zeitraum um 21 Prozent zu senken. 19 Prozentpunkte sind laut Trittin bereits erreicht.

Mit Nachzügler Russland haben 128 Länder das Protokoll ratifiziert, die 61,6 Prozent der Emissionen der Industrieländer auf sich vereinigen. "Für die anstehenden Verhandlungen zur Weiterentwicklung des Protokolls für die Zeit nach 2012 wird es darum gehen, die USA wieder in den multilateralen Prozess der Klimaverhandlungen zu integrieren und weitere Schritte zur Reduktion von Treibhausgasen zu vereinbaren. In diese Schritte sind auch Entwicklungsländer einzubeziehen", führte Trittin aus. Deutschland werde auch in den nun anstehenden Verhandlungen seine Vorreiterrolle im internationalen Klimaschutz wahrnehmen.

Indes hat das Presse- und Informationsamt der Bundesregierung im Internet ein Diskussionsforum für Bürger zum Thema Klimaschutz und nachhaltige Entwicklung gestartet.

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