Demo

Kundgebung: Erneuerbares Kraftwerk vor dem Brandenburger Tor

"Deutschland ist erneuerbar" – unter diesem Motto demonstrierten heute mehr als 5000 Menschen am Brandenburger Tor in Berlin. Vor einer Kulisse aus Wind-, Solar- und Biomassekraftwerken forderten sie von Bundesregierung und Bundestag das Tempo bei den Reformen der Energieversorgung zu erhöhen.

Stromnetz Ausbau© Thomas Aumann / Fotolia.com

Anlass des Aktionstages sind befürchtete Fehlentscheidungen im Zusammenhang mit der laufenden Novelle des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG). Die Verzögerung des Gesetzgebungsverfahrens hätte zu einem Investitionsstopp in der Branche geführt. Vor allem der Streit um die massive Beschneidung von Marktanreizen für Erneuerbare Energien gefährde die technologische Führungsrolle Deutschlands, die bisher schon geschaffenen 130.000 Arbeitsplätze und einen wirksamen Klimaschutz, heißt es aus der Branche.

"Es gibt zu einer Energieversorgung aus Erneuerbaren Energien keine Alternative", so Johannes Lackmann, Präsident des Bundesverbandes Erneuerbare Energie (BEE). Die Dringlichkeit der Energiewende zeige sich durch zunehmende Klimaschäden. Auch der von der internationalen Energieagentur prognostizierte Zuwachs des Weltenergieverbrauchs um 50 Prozent bis 2020 verdeutliche den akuten Handlungsbedarf für ein schnelles Umsteuern hin zu einer umweltfreundlichen Energieerzeugung.

Aufgerufen zu der Kundgebung hatte ein Bündnis von über 30 Wirtschafts-, Fach- und Umweltverbänden sowie Gewerkschaften. Dazu gehören u.a. der Bundesverband Mittelständische Wirtschaft, Eurosolar, Greenpeace, BUND, NABU, WWF, die IG Metall, IG BAU und die Verbände der Erneuerbaren Energien. Zeitgleich zur Kundgebung beraten die Staatssekretäre von Umwelt- und Wirtschaftsministerium im Kanzleramt über die Zukunft der erneuerbaren Energien.

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