Schneller Zugang

Kufsteins Hauptschulen sprinten via Powerline ins Web

Die Hauptschulen in Kufstein können ab sofort mit Powerline über die Steckdose im Internet surfen. Damit sind die Kufsteiner Schüler einzigartig in Tirol.

23.10.2001, 12:07 Uhr
Router Anschluss© Bernard BAILLY / Fotolia.com

"Powerline für PowerStein", könnte als griffiger Slogan für den anhaltenden Pioniergeist der österreichischen Stadt Kufstein als Schulstadt kreiert werden. Als erste Bildungsstätte Tirols sprinten ab sofort Kufsteins Hauptschüler via Powerline, dem hochmodernen Internet-Zugang über die Steckdose, ins Internet. Gestern wurden die Terminals der im Umbau befindlichen Schule von Kufsteins Bürgermeister Dr. Herbert Marschitz offiziell ans Stromnetz gegeben.

"Wieder einmal setzt die Festungsstadt im Schulwesen Akzente", zeigte sich das Stadtoberhaupt begeistert. Marschitz weiter: "Wir realisieren mit der Einführung von Powerline zu Unterrichtszwecken nicht nur etwas, worüber andernorts erst zaghaft nachgedacht wird, sondern setzen mit diesem Schritt vor allem eine ehrgeizige EU-Forderung konsequent um, in allen Klassenzimmern einen Internetzugang zu ermöglichen." Der Internetzugang übers Stromnetz erfüllt in Kufstein doppelten Zweck: Einerseits leitet die "Zukunftswerkstatt" der Stadtwerke Kufstein auf diese Weise die seit geraumer Zeit laufende Testphase des Powerline-Zugangs in den praktischen Einsatz über, zum anderen erspart man den beiden Schulen damit die teure und baulich aufwändige Verkabelung.

PowerLine wird derzeit in Österreich nur in den Bundesländern Niederösterreich (EVN) und Tirol (TIWAG bzw. die lokalen Tiroler EVUs) sowie in der Stadt Linz angeboten. Es ermöglicht Downloadraten von zwei Megabites pro Sekunde. Parallel dazu kann die Technologie für einige Zusatzdienste wie intelligente Gebäude- oder Sicherheitstechnik genutzt werden.

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