AKW Leibstadt

Kritik an Laufzeitverlängerung von Schweizer Atomkraftwerk

Medienberichte über eine angestrebte Laufzeitverlängerung für das Schweizer Atomkraftwerk Leibstadt rufen die SPD-Landtagsfraktion in Baden-Württemberg auf den Plan. Das Atomkraftwerk liegt im Kanton Aargau an der Rheingrenze zu Baden-Württemberg.

Energieversorung© Gina Sanders / Fotolia.com

Stuttgart (ddp-bwb/red) - SPD-Fraktionschef Claus Schmiedel forderte die Landesregierung am Mittwoch in Stuttgart auf, bei der Schweizer Bundesregierung zu intervenieren, um eine Laufzeit-Verlängerung zu verhindern.

Schmiedel zufolge wird berichtet, dass die Betreiber des Atomkraftwerks die Laufzeit bis zum Jahr 2045 verlängern wollen. Es sei "absurd" ein Atomkraftwerk eine derart lange Zeit betreiben zu wollen. Hier stünden eindeutig finanzielle Interessen des Energieproduzenten im Vordergrund, während die Sicherheit der Bevölkerung keine Rolle spiele. Ministerpräsident Günther Oettinger (CDU) müsse sich einer "derart unverantwortbaren Politik klar entgegenstellen", forderte der SPD-Fraktionschef.

Das Atomkraftwerk Leibstadt ging vor genau 25 Jahren ans Netz. In dieser Woche finden Jubiläumsfeierlichkeiten statt. Die Anlage gehört mehreren schweizerischen Energieunternehmen und produziert jährlich etwa neun Milliarden Kilowattstunden Strom.

Das könnte Sie auch interessieren
  • Strompreise

    Reduzierung der Stromsteuer: FDP-Antrag wurde abgelehnt

    Die Stromsteuer bleibt weiterhin unverändert. Sowohl CDU/ CDU, SPD und die Grünen lehnten den Antrag zur Senkung der Steuer, den die FDP vorgelegt hatte, ab. Steuern und Abgaben machen beim Strompreis über 50 Prozent aus.

  • Wechsel

    EuGH: EEG-Umlage ist keine staatliche Beihilfe

    Bei der EEG-Umlage hat Deutschland vor dem EuGH Recht bekommen. Die EU-Kommission hatte das Gesetz für den Ausbau erneuerbarer Energien wegen bestimmter Inhalte kritisiert. Mit dem aktuellen Urteil entfallen Milliarden-Rückforderungen.

  • Hochspannungsmasten

    CSU knüpft längere Laufzeiten an strenge Auflagen

    Die CSU will eine Verlängerung von Kernkraftwerkslaufzeiten an strengere Auflagen für die Betreiber knüpfen. "Nur bei finanzieller Beteiligung der Energieversorgungsunternehmen an der Sanierung der Asse II" solle eine Verlängerung der Laufzeiten "um jeweils 8 bis 10 Jahre" möglich sein.

  • Hochspannungsleitung

    Baden-Württemberg: Mehr Geld für sparsame Straßenlaternen

    Baden-Württemberg stellt für die Förderung energiesparender Straßenlaternen mehr Geld bereit. Das zu Beginn des Jahres aufgelegte Programm sei auf eine unerwartet große Resonanz gestoßen, sagte Umweltministerin Tanja Gönner. 348 Städte und Gemeinden hätten insgesamt 378 Förderanträge eingereicht.

  • Stromnetz Ausbau

    Pinkwart will längere Laufzeiten nur für effiziente AKW

    Der Wissenschaftsminister von NRW ist der Meinung, dass eine Verlängerung von AKW-Laufzeiten nicht ohne weiteres zugelassen werden dürfe. Vielmehr sollten aus Pinkwarts Sicht nur effiziente Meiler weiter genutzt und unsichere dafür abgeschaltet werden.

Top