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Kredite: KfW vergibt eine Million Euro an Start-ups

Gute Nachrichten für Start-ups und junge Kleinunternehmer: Die KfW-Bank vergibt in den nächsten zwei Jahren zusätzliche günstige Darlehen. Hintergrund dafür ist der Fonds für Strategische Investitionen (EFSI), mit dem europaweit Investitionen in einem Volumen von rund 315 Milliarden Euro angestoßen werden sollen.

17.09.2015, 15:01 Uhr (Quelle: DPA)
KfW© KfW

Berlin - Die milliardenschwere EU-Investitionsoffensive kommt auch in Deutschland in Gang. Zur Förderung von Start-up-Firmen kann die staatliche Förderbank KfW in den nächsten zwei Jahren günstige Darlehen im Umfang von einer Milliarde Euro vergeben. Ein entsprechendes Abkommen vereinbarten die KfW und der Europäische Investitionsfonds (EIF). Die Kredite werden durch eine Garantie des EIF gesichert. Die KfW könne damit zusätzlich Darlehen für mehr als 23.000 Start-ups und junge Kleinunternehmen vergeben, hieß es.

Fonds für private Investitionsprojekte

Es ist das erste in Deutschland finanzierte Projekt im Zuge des Investitionsplans, der von EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker angestoßen wurde. Ziel ist es, mit Hilfe eines Fonds wirtschaftlich tragfähige Investitionsprojekte in einem Volumen von etwa 315 Milliarden Euro in den nächsten Jahren anzustoßen. Dafür sollen vor allem private Investitionen mobilisiert werden. Dazu wurde ein Fonds für Strategische Investitionen (EFSI) geschaffen, den Deutschland über die KfW mit acht Milliarden Euro unterstützt.

Gefördert werden Investitionen beispielsweise in Breitband- oder Energienetze. Entscheidungen über konkrete Projekte gibt es bisher nicht. Unter den bisherigen Vorschlägen aus Deutschland sind beispielsweise drei Dutzend Verkehrsvorhaben und auch der Ausbau des Breitbandnetzes. Griechenland hat ebenfalls zahlreiche Vorhaben zum Ausbau des Straßennetzes sowie des öffentlichen Verkehrsnetzes vorgeschlagen.

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