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Koch will AKW-Laufzeitverlängerung ohne Bundesrat durchsetzen

Der stellvertretende CDU-Vorsitzende Roland Koch hat die schwarz-gelbe Bundesregierung aufgefordert, die geplante Verlängerung der Laufzeiten von Atomkraftwerken ohne Beteiligung des Bundesrates durchzusetzen. Dafür gebe es auf Bundesebene genügend Gestaltungsspielraum, so der hessische Ministerpräsident.

Energieversorung© Gina Sanders / Fotolia.com

Hamburg (ddp/red) -" Von den Plänen, die Laufzeiten von Kernkraftwerken zu verlängern, müssen wir uns nicht verabschieden. Die Bundespolitik hat großen Gestaltungsspielraum", sagte Koch dem "Hamburger Abendblatt" (Mittwochsausgabe).

Der hessische Ministerpräsident erinnerte daran, dass das Atomausstiegsgesetz der rot-grünen Bundesregierung ohne Zustimmung des Bundesrates zustande gekommen sei. "Die Bundesregierung wäre gut beraten, ihren Gestaltungsspielraum bei der Laufzeitverlängerung zu nutzen."

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