Autoversicherung

Kfz-Haftpflicht: Typklasse ändert sich für jeden vierten Autobesitzer

Wird meine Kfz-Versicherung im nächsten Jahr teurer oder billiger? Einer der Faktoren, die dies bestimmen, ist die Typklasse. Diese wird jährlich neu festgelegt. 2020 ändert sie sich für jeden vierten Kfz-Haftpflichtversicherten.

Kfz-Versicherung© spectrumblue / Fotolia.com

Berlin - Für rund jeden vierten Kfz-Haftpflichtversicherten in Deutschland ändert sich die Einstufung in der Typklasse. Knapp 6,5 Millionen (16 Prozent) kommen mit ihrem Auto im Vergleich zum Vorjahr in eine höhere Klasse, rund 4,6 Millionen rutschen in eine niedrigere (11 Prozent). Das teilt der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) aufgrund der jährlichen Neuberechnung mit. Für fast drei Viertel (73 Prozent) der Versicherten ändert sich nichts. Rund 29,7 Millionen Autofahrer bleiben damit in der Typklasse des Vorjahres.

In Teil- und Vollkasko wird es tendenziell günstiger

Bei der Vollkaskoversicherung bleibt etwas mehr als die Hälfte (53 Prozent) in derselben Klasse. 45 Prozent können von einer niedrigeren Einstufung profitieren, während rund 2 Prozent in eine höhere Klasse kommen. In der Teilkasko bleibt es für 62 Prozent bei der Vorjahreseinstufung. Mehr als jeder Dritte (35 Prozent) rutscht in eine günstigere Klasse, für 3 Prozent geht es rauf.

Typklasse ist nur ein Merkmal für die Beitragshöhe

Die unverbindliche Typklasse ist eines von vielen Merkmalen, aus denen sich ein Versicherungsbeitrag zusammensetzt. So spielt etwa auch der Wohnsitz eine Rolle, der sich in den Regionalklassen wiederfindet. Für bestehende Verträge bedeuten die neuen Klassen Veränderungen meist zum 1. Januar 2020. Für neue Verträge können sie sofort genutzt werden.

Wie berechnet sich die Typklasse?

Die Klassen berechnen sich nach den Schäden und Reparaturkosten, die ein Automodell verursacht. Fallen diese gering aus, kommt es in eine niedrige Klasse. Hohe oder häufige Schäden und Leistungen der Versicherungen führen zu hohen Klassen.

In der Kfz-Haftpflicht sind dabei die Schäden des Unfallgegners maßgeblich. Für Kaskoversicherungen ist unter anderem der Wert des versicherten Autos relevant, so der GDV. Modelle mit hohen Einstufungen sind daher häufig PS-starke Autos der Oberklasse oder SUVs. Kleinwagen oder ältere Modelle fahren oft in den niedrigen Klassen. Eine Abfrage der Typklasse von rund 30.000 Fahrzeugen ist online beim GDV möglich.

Niedriger eingestuft werden zum Beispiel:

  • VW T-Roc 1.5 TSI
  • Suzuki Swift 1.2
  • Skoda Kodiaq 2.0 TSI 4x4
  • Range Rover Sport 3.0 TD
  • Jeep Compass 1.4 T AWD
  • Kia Stonic 1.2

Höher eingestuft werden unter anderem:

  • Opel Corsa (D) 1.4
  • Mazda CX-5 2.2 D AWD
  • Hyundai Ioniq Hybrid 1.6
  • VW Eco Up 1.0 CNG
  • Honda Jazz Hybrid 1.4
  • Skoda Octavia 1.2 TSI

Quelle: DPA

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