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KFZ-Haftpflicht: Offenbacher erneut in der teuersten Regionalklasse

Bei der KFZ-Haftpflicht werden die Autofahrer in Offenbach wieder in die höchstmögliche Regionalklasse eingestuft. In der Stadt in Hessen wurden die meisten Haftpflichtschäden verursacht. Das kommt die PKW-Besitzer dort teuer zu stehen.

Fahrrad Unfall© tain77 / Fotolia.com

Frankfurt - Die Stadt Offenbach bleibt Deutschlands teuerstes Pflaster für Autofahrer. Auch im vergangenen Jahr haben die Fahrzeuglenker aus der Stadt am Main bundesweit die höchsten Haftpflichtschäden verursacht, was auch 2018 zu besonders teuren Versicherungspolicen führt. Die Schadensbilanz der Offenbacher Autofahrer lag 34 Prozent über dem Bundesschnitt, wie der Gesamtverband der deutschen Versicherer (GDV) am Mittwoch berichtete.

Regionalklassen 11 und 12

Offenbacher Autofahrer müssen daher in der Haftpflicht auch im kommenden Jahr voraussichtlich die Preise für die höchstmögliche Regionalklasse 12 zahlen, die in Hessen sonst nur noch in Wiesbaden gilt. Nicht viel besser dran sind die Frankfurter, die unverändert in die Regionalklasse 11 gestuft werden und daher wenig Grund haben, sich über das fahrerische Können der Nachbarn zu erheben. Die Autofahrer aus der Stadt Kassel werden zum kommenden Jahr in die Klasse 11 hochgestuft.

Steigende Beiträge für Autofahrer in Wetzlar und dem Odenwaldkreis

Daneben bringt die jährliche Neueinteilung der Regionalklassen, die gesondert auch für Teil- und Vollkaskoversicherungen berechnet wurden, den Hessen wenige Änderungen. Neben den Kasselern müssen noch die Autohalter aus Wetzlar und dem Odenwaldkreis mit höheren Haftpflicht-Tarifen rechnen. Zurückgestuft werden Limburg-Weilburg, die Stadt Darmstadt und Marburg-Biedenkopf.

Haftpflicht-Einstufung nach Wohnort

In der günstigsten Haftpflicht-Regionalklasse 1 sind auch 2018 die Autofahrer aus den ländlichen Kreisen Hersfeld-Rotenburg und Vogelsberg unterwegs. Es bringt übrigens nichts, bei einem Umzug in die Ballungsgebiete das Heimat-Kennzeichen zu behalten. Die Versicherungen stufen die Verträge allein anhand des Wohnortes ein, nicht nach dem Kennzeichen des Autos, wie der GDV erläuterte.

Regionalklassen dienen als Berechnungsgrundlage

Die Regionalklassen sind für die Versicherer zwar nicht verbindlich, bilden aber in aller Regel die Berechnungsgrundlage für den jeweiligen Tarif. Die neuen Klassen können bei Neuverträgen ab sofort angewendet werden. Bei Altverträgen greifen sie in der Regel zum Hauptfälligkeitstermin, der meist am Jahreswechsel ist.

Quelle: DPA

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