Preissteigerungen

Kartoffeln derzeit ungewöhnlich teuer

Kartoffeln sind zurzeit ungewöhnlich teuer.

Geld ausgeben© Peter Atkins / Fotolia.com

Kartoffeln sind zurzeit ungewöhnlich teuer. Das hängt mit dem nassen und feuchten Wetter zusammen, das die Ernte in diesem Jahr deutlich verzögert. Teilweise konnten die Kartoffeln erst im April gepflanzt werden; damit werden die Frühkartoffeln erst jetzt erntereif.

Kartoffeln um 50 Prozent teurer

"Die Preise sind so hoch wie seit Jahrzehnten nicht mehr", berichtet die Agrarmarkt Informations-Gesellschaft (AMI) der Mitteldeutschen Zeitung zufolge. Für 100 Kilogramm bekämen die Bauern 65 Euro, so der AMI-Analyst Christoph Hambloch. Vor einem Jahr habe dieser Betrag noch bei 25 Euro gelegen. Die Preise im Supermarkt seien im Vergleich zum Vorjahr um 50 Prozent gestiegen und lägen derzeit bei durchschnittlich 1,42 Euro pro Kilogramm.

Situation könnte sich leicht entspannen

In den nächsten Wochen wird sich die Situation jedoch wieder entspannen, vermutet Hambloch. Durch die jetzt angelaufene Ernte dürften mehr Frühkartoffeln auf den Markt gelangen und die Preise wieder sinken. Ein rascher Preisverfall sei jedoch nicht sicher. Zudem sei die Kartoffelernte in der gesamten EU im Vorjahr nicht gut gelaufen, weshalb die Lager der Händler weitgehend leer seien. Ein Teil der deutschen Ernte wurde schließlich auch durch das Hochwasser in Bayern und Sachsen-Anhalt geschädigt. Bei den Prognosen für den Herbst gehen die Schätzungen noch auseinander. Die Aussicht auf eine "knappe Versorgung" steht ebenso im Raum wie eine noch durchschnittliche Ernte.

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