Hoher Ölpreis

Jahresteuerung in Sachsen steigt auf mehr als zwei Prozent

Teures Öl sorgt für teure Energie - das sagen jedenfalls die nackten Zahlen der Statistiker. Durchschnittlich stiegen die Preise in Sachsen seit Juli 2004 um 2,3 Prozent, allein die Kosten für Heizöl legten um 40,4 Prozent zu. Fernwärme wurde um 15,3 Prozent, Gas um 12,8 Prozent und Strom um 7,4 Prozent teurer.

Energieversorung© Gina Sanders / Fotolia.com

Kamenz (ddp-lsc/sm) - Die sich seit Monaten stetig verteuernde Energie hat im Juli deutlich auf die Verbraucherpreise in Sachsen durchgeschlagen. Vor allem auf Grund der steigenden Ölpreise liegt im Freistaat die Jahresteuerungsrate erstmals seit vier Jahren wieder über zwei Prozent, wie das Statistische Landesamt am Freitag in Kamenz miteilte.

Durchschnittlich stiegen die Preise binnen Jahresfrist um 2,3 Prozent, allein die Kosten für Heizöl legten um 40,4 Prozent zu. Fernwärme wurde um 15,3 Prozent, Gas um 12,8 Prozent und Strom um 7,4 Prozent teurer.

Im Vergleich zum Vormonat stiegen die Juli-Verbraucherpreise statistisch um 0,5 Prozent. Dafür waren vor allem die zur Urlaubssaison erhöhten Preise bei Hotels und Gaststätten ausschlaggebend, wie das Landesamt erklärte. Auch die um fast fünf Prozent erhöhten Preise für Diesel und Benzin ließen die Verbraucher tiefer ins Portemonnaie greifen.

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