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Internet-Fernsehen: Der Verhandlungspoker hat begonnen

Der Verknüpfung von Internet, Fernsehen und Telefonie ("Triple Play") gehört die Zukunft, da sind sich alle einig. Wie das genau aussehen könnte, darüber verhandeln derzeit einige Fernsehsender mit den großen DSL-Anbietern.

01.02.2006, 14:47 Uhr
Webseite© jamdesign / Fotolia.com

Nach Informationen der Tageszeitung "Die Welt" verhandelt der Bonner Konzern derzeit mit mehreren großen Fernsehsendern über eine Integration von Programmteilen in das Internet-Angebot der Telekom. Namentlich genannt wurde RTL, die ProSiebenSat.1-Gruppe und der Bezahlsender Premiere. Zumindest ein Teil der genannten Sender soll aber auch Gespräche mit dem Telekom-Konkurrenten Arcor führen. Arcor ist die Nummer zwei im deutschen Festnetz und sucht ebenfalls Inhalte, mit denen sich die neuen DSL-Highspeed-Zugänge besser vermarkten lassen.

Uneins sind sich die Beteiligten offenbar darüber, wer wem dankbarer zu sein hat. Die Sender wollen ihre Inhalte natürlich nicht zum Nulltarif abgeben, doch der Zeitung zufolge ist die Telekom der Meinung, sie müsse den zusätzlichen Verbreitungsweg, den die Inhalte via Internet schließlich erführen, honoriert bekommen.

Da es in Deutschland mit 1&1, AOL, debitel, HanseNet (Alice) und Versatel sowie NetCologne noch weitere Anbieter von DSL-Bandbreiten zwischen zwölf und 20 Mbit/s gibt, ist davon auszugehen, dass die Fernsehsender mit allen potenziellen Partnern verhandeln werden.

Die Provider müssen sich etwas einfallen lassen, denn in Sachen Triple Play - der Verknüpfung von Fernsehen, Telefonie und Internet -, sind die Kabelnetzbetreiber derzeit auf der Überholspur unterwegs: Wer im - zugegebenermaßen kleinen - Verbreitungsgebiet der Kabelanbieter wohnt, kann sich einen herkömmlichen Telefonanschluss sparen und schon heute von der Verknüpfung aller drei Technologien profitieren.

Weiterführende Links
  • Link zum Artikel von "Die Welt"
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