Preissteigerungen

Inflation: Lebensmittel wurden 2013 deutlich teurer

Die Verbraucherpreise sind verglichen mit dem Vorjahr um 1,5 Prozent gestiegen.

Geld ausgeben© Peter Atkins / Fotolia.com

Die Verbraucherpreise sind verglichen mit dem Vorjahr um 1,5 Prozent gestiegen. 2012 lag die Inflationsrate bei 2,0 und im Jahr 2011 bei 2,1 Prozent. "Eine niedrigere Teuerung im Jahresdurchschnitt hatte es zuletzt 2010 mit 1,1 Prozent gegeben", so das Statistische Bundesamt in Wiesbaden. Wie passt es dann zusammen, dass die Lebensmittelpreise zum Teil drastisch gestiegen sind?

Fast 30 Prozent mehr für Kartoffeln

Insgesamt mussten Verbraucher für Lebensmittel 2013 durchschnittlich 4,4 Prozent mehr zahlen: Um 28,7 Prozent stieg der Preis für Kartoffeln, 14,9 Prozent waren es bei den Äpfeln und 16,1 Prozent wurde auf den Preis für Butter aufgeschlagen. Schlechte Ernten durch den langen und kalten Winter und eine gestiegene Nachfrage hatten die Preise nach oben getrieben. Auch die Kosten für Fleisch und Wurst (4,5 Prozent) sind stärker gestiegen als die Inflationsrate insgesamt.

Anstieg der Lebensmittelpreise geht weiter

In diesem Jahr sollen die Preise sogar noch stärker steigen, berichtet das Online-Portal von N-TV. Mit einem Plus von 1,7 Prozent rechne beispielsweise die Commerzbank. Bundesagrarminister Hans-Peter Friedrich geht von weiter steigenden Preisen für Nahrungsmittel aus: "Es ist zu erwarten, dass die weltweit steigende Nachfrage, insbesondere aus den aufstrebenden Regionen Asiens, sich auf die Lebensmittelpreise auswirkt." Der CSU-Politiker kritisiert dabei Spekulationen mit Lebensmitteln an der Börse, die auch zu sehr kurzfristigen Verteuerungen von Lebensmitteln führen. Obergrenzen seien nötig, um die Preissteigerungen einzuschränken.

Benzin- und Heizöl halten Inflation in Schach

Wegen der schwachen Weltkonjunktur sind die Benzin- und Heizölpreise gesunken. Dadurch sei auch die Inflation unter Kontrolle gehalten worden. Die Heizölpreise sanken um sechs Prozent, die Preise für Sprit um 3,4 Prozent. Auch Geräte der Unterhaltungselektronik würden günstiger. Bei den Strompreisen ging die Bewegung wieder in die andere Richtung: Im Schnitt kostete der Strom 11,9 Prozent mehr als 2012.

Verbraucher können Preise beeinflussen

Ganz gleich ob Lebensmittel oder Energie: Verbraucher können Einfluss auf die Preise und das Angebot nehmen. "Wenn es eine steigende Nachfrage nach ökologischen Produkten gibt - auch wenn sie teurer sind -, dann wird es auch Bauern geben, die mehr produzieren. Der Markt funktioniert", sagte Hans-Peter Friedrich. "Am Ende bestimmt der Verbraucher, was er isst, was er dafür bezahlen will und dadurch indirekt, was produziert wird."

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