Energiepolitik

Industrie befürchtet Belastungen durch höhere Strompreise

Industrieunternehmen würden durch Strompreiserhöhungen und nötige Investitionen zukünftig stärker belastet, so der VIK. Man wünscht sich mehr Unterstützung durch die Regierung. Die Laufzeitverlängerung für Atomkraftwerke sei zu begrüßen, da sie die Preise dämpfe und die Sicherheit der Versorgung stärke.

Hochspannungsleitung© Gina Sanders / Fotolia.com

Berlin (red) - Das Energiekonzept der Bundesregierung bringe zusätzlich ein hohes Maß an Unsicherheit hinsichtlich der Strompreise und der Versorgungssicherheit, so der Verband der Industriellen Energie- und Kraftwirtschaft e.V. (VIK).

Der Interessenverband äußerte Zweifel am Ziel der Regierung, bis 2050 80 Prozent des Strombedarfs aus erneuerbaren Energien zu decken. "Nicht Wunschdenken, sondern technische und gleichzeitig ökonomische Machbarkeit sollten Leitfaden der Energiepolitik sein", so der VIK-Vorstandsvorsitzende Dr. Volker Schwich. Es sei unsicher, sich auf bei Speicherung, Transport und Kapazitäten aufs europäische Ausland zu verlassen. Vor diesem Hintergrund sei die Entscheidung zur Laufzeitverlängerung für Atomkraftwerke absolut zu begrüßen. Der VIK betont jedoch, dies sei ausdrücklich keine Absage an erneuerbare Energien, der Umbau der Energieversorgung werde generell unterstützt.

Die Erhöhung der EEG-Umlage sowie der Anstieg der Ökosteuer werde die Industrie 2011 zwei Milliarden Euro zusätzlich kosten, so der VIK. Unternehmen seien zudem Belastungen durch den Emissionshandel ausgesetzt und hätten erhebliche Kosten für Investitionen in mehr Energieeffizienz zu tragen. Die Industrieunternehmen wünschen sich daher mehr Unterstützung durch die Regierung.

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