Preissteigerungen

In der Mensa wird das Essen teurer

Das Essen in der Mensa ist zum Wintersemester für viele Studenten in Nordrhein-Westfalen teurer geworden.

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Das Essen in der Mensa ist zum Wintersemester für viele Studenten in Nordrhein-Westfalen teurer geworden. Bereits Anfang September hatten einige Mensen die Preise angehoben, so geschehen in Dortmund und Bochum. Zum Oktober hat dann auch die Mensa der Universität Duisburg-Essen nachgezogen.

30 bis 40 Cent mehr pro Mensa-Essen

Ein Hauptgericht in der Mensa Der Uni Duisburg-Essen kostet jetzt zehn bis 20 Cent mehr. Eine Beilage ist zehn bis 15 Cent teurer und bei einem kompletten Gericht kommt man damit auf einen Aufpreis von 30 bis 40 Cent. Bei Kartenzahlungen gibt es zudem keinen Rabatt mehr, wie das Studentenwerk Essen-Duisburg bekannt gegeben hat.

Studentenwerke bekommen weniger Zuschüsse

Als Gründe für die Preissteigerung werden gestiegene Kosten für Energie und Personal sowie höhere Materialkosten genannt. Zudem bekomme man nicht genügend Unterstützung durch das Land. Das Studentenwerk argumentiert, 1990 seien noch 20 Prozent der Einnahmen vom Land gekommen, heute seien es nur noch zwölf Prozent. Die Umsätze seien zwar um 30 Prozent, die Kosten aber um 40 Prozent innerhalb von sechs Jahren gestiegen. Ein Augenmerk auf Nachhaltigkeit und die Wünsche der Studenten spielen hier ebenfalls eine Rolle; so werden verstärkt Bio-Produkte angeboten.

Mensen an der Belastungsgrenze

Bei der Mensatagung des Deutschen Studentenwerks in Bielefeld, die im September stattfand, warnten die Studentenwerke vor weiter steigenden Preisen. Der nötige Ausbau der Mensa-Kapazitäten werde allein schon 200 Millionen Euro kosten. Mit täglich 800.000 Studierenden, die das Verpflegungsangebot nutzen, seien viele Mensen an ihrer Belastungsgrenze. Angesichts dessen sollen die Länder ihre Förderung aufstocken; da das BAFöG ab 2015 ganz vom Bund gezahlt werde, gäbe es hier durchaus finanziellen Spielraum.

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