Geldanlage

Immobilien sind die Wunschanlage 2016

Die Deutschen würden 2016 vor allem in Immobilien investieren, wenn sie eine größere Geldsumme übrig haben. Fest- und Tagesgeld sowie das Sparbuch kommen einer Umfrage zufolge erst danach. Schuld sind wahrscheinlich die niedrigen Zinsen.

30.12.2015, 09:43 Uhr (Quelle: AFP)
Festgeld© svort / Fotolia.com

Berlin – Wenn die Deutschen im nächsten Jahr eine größere Geldsumme übrig haben, wollen sie diese am liebsten in Immobilien anlegen. In einer Umfrage des Meinungsforschungsunternehmens GfK für den Bankenverband nannten 37 Prozent die derzeit vergleichsweise zinsgünstige Immobilie als Wunschanlage für 2016, wie der Verband am Dienstag in Berlin mitteilte.

Auf Platz zwei stehen mit jeweils 28 Prozent Fest- und Tagesgeld, erst auf dem dritten Rang liegt mit 25 Prozent das Sparkonto beziehungsweise der Sparplan. 2014 und 2015 hatten jeweils die meisten Befragten nach eigenen Angaben ihr Geld bevorzugt aufs Sparkonto gelegt.

Deutsche sind bei der Geldanlage eher risikoscheu

Nach wie vor sind die Bürger bei der Geldanlage risikoscheu. 72 Prozent gaben in der Umfrage an, sie könnten sich "gar nicht" vorstellen, für eine mögliche höhere Rendite ein höheres Risiko in Kauf zu nehmen. 19 Prozent können sich dies "eher nicht" vorstellen. "Gut" (sieben Prozent) oder "sehr gut" (zwei Prozent" kann sich nicht einmal jeder Zehnte ein höheres Risiko vorstellen.

"Der Anteil der Anleger, die jegliches Risiko bei der Geldanlage ablehnen, hat im Vergleich zum Vorjahr noch zugenommen", erläuterte der Hauptgeschäftsführer des Bankenverbands, Michael Kemmer. Allerdings reiche für den langfristigen Vermögensaufbau eine Rendite nahe Null nicht aus, warnte er. "Die strikte Risikoaversion ist daher fatal."

Zufriedenheit mit der Wertentwicklung

Die Bürger selbst sind in diesem Jahr allerdings mit der Wertentwicklung ihrer Geldanlagen zufrieden. Unter denen, die Geld angelegt hatten, bezeichneten sich 53 Prozent als zufrieden mit der Entwicklung, 47 Prozent waren unzufrieden. Im Vorjahr hatten sich hingegen 66 Prozent unzufrieden und nur 33 Prozent zufrieden geäußert.

Für die Erhebung befragten die GfK-Marktforscher Anfang Dezember 1004 Menschen ab 18 Jahren. Die Umfrage ist den Angaben zufolge repräsentativ für die in Deutschland wohnende Bevölkerung.

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