Internationale Energieagentur

IEA schraubt Prognose für Ölnachfrage nach oben

Bei ihrer Prognose für die Ölnachfrage weltweit hat die Internationale Energieagentur ihre Werte nach oben korrigiert. Zuvor hatte auch die Organisation erdölexportierender Länder ihre Nachfrageprognose erhöht.

14.04.2021, 16:19 Uhr (Quelle: DPA)
Erdölförderung© Paul Fleet / Fotolia.com

Die Internationale Energieagentur (IEA) hat mit der Aussicht auf eine Erholung der Weltwirtschaft die Prognose für die globale Nachfrage nach Rohöl erhöht. Die Corona-Impfkampagnen kämen in Fahrt und die Weltwirtschaft gewinne an Schwung, hieß es in dem am Mittwoch in Paris veröffentlichten Monatsbericht der IEA. Für das laufende Jahr rechnet der Interessenverband führender Industriestaaten mit einer Zunahme der weltweiten Ölnachfrage um etwa 5,7 Millionen Barrel (je 159 Liter) pro Tag.

IEA: Überhang der Ölreserven geht zurück

Im Vergleich zur vorangegangenen Prognose erhöhte die IEA die Schätzung für den Anstieg der Nachfrage um 230.000 Barrel pro Tag, wie aus dem Monatsbericht weiter hervorgeht. Die Aussichten für die beiden größten Volkswirtschaften USA und China hätten sich verbessert, hieß es. Zudem sei ein Rückgang des in der Corona-Krise aufgebauten Überhangs bei den weltweiten Ölreserven zu beobachten.

Opec erhöhen Prognose um 190.000 Barrel am Tag

Zuvor hatte bereits die Organisation erdölexportierender Länder (Opec) die Nachfrageprognose erhöht. Das Ölkartell geht laut dem am Dienstag veröffentlichten Monatsbericht davon aus, dass die Nachfrage in diesem Jahr um etwa 6 Millionen Barrel pro Tag höher ausfallen werde als 2020 - dem Jahr, das stark von der Corona-Krise geprägt wurde. Die Opec erhöhte damit ihre Wachstumsprognose um 190.000 Barrel pro Tag.

Ölstaaten wollen Produktionsmengen hochfahren

Anfang April hatte die Opec gemeinsam mit verbündeten Ölstaaten, die sich in der Opec+ zusammengeschlossen haben, höhere Fördermengen vereinbart. Für die Monate Mai, Juni und Juli will die aus 23 Staaten bestehende Öl-Allianz trotz der Unwägbarkeiten der Corona-Krise ihre Produktion steigern. Im Mai und Juni sollen 350.000 Barrel am Tag mehr auf den Markt gebracht werden als aktuell. Im Juli solle die Steigerung 450.000 Barrel am Tag betragen.

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