Geringeres Wirtschaftswachstum

IEA: Ölnachfrage sinkt so stark wie seit 1982 nicht

Die IEA erwartet für das laufende Jahr den stärksten Rückgang der Ölnachfrage seit 1982. Wie die Agentur in ihrem aktuellen Monatsbericht schreibt, wird 2009 nur noch eine Nachfrage von 84,7 Millionen Barrel pro Tag (bpd) erwartet, nachdem der IWF seine Prognose für das Weltwirtschaftswachstum erneut deutlich gesenkt hat.

Hochspannungsmasten© Günter Menzl / Fotolia.com

Paris (ddp/sm) - Damit hat die Internationale Energieagentur (IEA) ihre Nachfrageprognose gegenüber dem vorigen Monatsbericht um weitere 570.000 bpd zurückgenommen. Insgesamt dürfte die tägliche Nachfrage 1,1 Prozent unter dem Vorjahresniveau liegen. Für 2008 veranschlagt die IEA die Nachfrage auf 85,7 Millionen bpd. Zugleich wies sie darauf hin, dass die Nachfrage 2008/2009 damit erstmals seit 1982/1983 wieder in zwei aufeinanderfolgenden Jahren sinken würde.

Das weltweite Ölangebot lag der IEA zufolge im Januar bei 85,2 Millionen bpd und damit um 520.000 bpd niedriger als im Vormonat. Förderkürzungen der Mitglieder der Organisation Erdöl exportierender Länder (OPEC) werden als Grund für das sinkende Angebot genannt. Deren Rohölförderung ging nach Schätzungen im Januar auf 29 Millionen bpd zurück.

Die Lagerbestände der Industrie in den Ländern der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) lagen im Dezember den Angaben zufolge mit rund 2,7 Milliarden Barrel um knapp 20,1 Millionen Barrel unter dem Niveau des Vormonats. Zugleich habe es im vierten Quartal 2008 jedoch einen für die Saison unüblichen Aufbau der Lagerbestände gegeben. Ein weitere Aufstockung der Vorräte zeichne sich auch für Januar ab.

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