Besserung der Weltwirtschaft?

IEA hebt Prognose für Ölnachfrage wieder an

Die Entwicklung der Ölnachfrage und des Ölpreises könnte nach Ansicht der Internationalen Energieagentur (IEA) auf ein Ende des weltweiten Wirtschaftsabschwungs hindeuten. Die aktuellen Daten deuteten darauf hin, dass der leichte Aufwärtstrend beim Öl von den Industriestaaten, vor allem den USA, ausgehe, schreibt die IEA in ihrem Monatsbericht.

Energieversorung© Gina Sanders / Fotolia.com

Paris (afp/red) - Die Agentur der Ölverbraucherländer verwies auf den Anstieg des Ölpreises um 20 Dollar in jüngster Zeit sowie auf den unerwartet hohen Ölverbrauch in den USA. Sie hob ihre Prognose für den Ölverbrauch in diesem Jahr daher erstmals seit langem wieder leicht an.

Die IEA hob zugleich hervor, die Daten zum Öl "bedeuten nicht unbedingt den Beginn einer wirtschaftlichen Erholung. Sie könnten auch nur das Erreichen der Talsohle in der Rezession bedeuten." Der Anstieg des Ölpreises sei zudem teilweise auch auf Spekulationen der Investoren zurückzuführen, die bereits jetzt auf eine Erholung der Wirtschaft wetteten.

Ein Barrel Erdöl (159 Liter) hatte Mitte Februar noch etwa über 30 Dollar gekostet, inzwischen nähert sich der Fasspreis der 75-Dollar-Marke. Trotz des Anhebens ihrer Verbrauchsprognose sagt die IEA derzeit noch einen deutlichen Rückgang der Ölnachfrage voraus.

Das könnte Sie auch interessieren
  • Erdölpumpen

    Ölpreise legen zu – USA produziert weiter auf Hochtouren

    Auch wenn die Ölpreise erst wieder gestiegen sind, bleibt die längerfristige Entwicklung abzuwarten. Zwar haben die Opec-Länder zuletzt beschlossen, die Fördermengen weiterhin gedrosselt zu halten. In den USA aber steigen die Fördermengen wieder erheblich.

  • Erdölförderung

    Verbraucher müssen sich auf höhere Ölpreise einstellen

    Hohe Ölpreise machen das Heizen und Tanken in nächster Zeit wahrscheinlich teuer. Für die Entwicklung der Rohölpreise nach oben gibt es mehrere Gründe, darunter ein Leck in einer Pipeline und Förder-Kürzungen des Ölkartells Opec.

  • Strompreise

    IEA erwartet stärksten Rückgang der Ölnachfrage seit 1981

    Wegen der weltweiten Rezession rechnet die Internationale Energieagentur (IEA) in diesem Jahr mit dem stärksten Rückgang der Ölnachfrage seit 1981. Der Ölbedarf werde voraussichtlich um drei Prozent auf 83,2 Millionen Barrel pro Tag sinken, teilte die Organisation in ihrem aktuellen Monatsbericht mit.

  • Hochspannungsmasten

    Stromverbrauch von Handys und Computer steigt enorm

    Die wachsende Verbreitung von Handys und Computern und anderen Elektrogeräten wird in den nächsten Jahrzehnten einen immer größeren Anteil am Stromverbrauch ausmachen. Bis 2030 werde sich der Energiebedarf durch Unterhaltungselektronik und Bürogeräte verdreifachen.

  • Hochspannungsleitung

    Hoffnung auf Wirtschaftsaufschwung beflügelt den Ölpreis

    Zum Montag sind die Ölpreise wieder drastisch gestiegen. Der Preis pro Barrel der Sorte Brent stieg im asiatischen Handel seit Freitag Nachmittag um 78 Cent auf 52 US-Dollar. Bei der US-Referenzsorte West Texas Intermediate (WTI) verlief die Preisentwicklung ähnlich.

Top