Preissteigerungen

Hohe Mineralölpreise verteuern Farben

Wieder eine Preissteigerung, die sich auf den hohen Ölpreis gründet: Der Druckfarbenhersteller Siegwerk, der Farben unter anderem für Kartons, Etiketten und Getränkeverpackungen herstellt, kündigt höhere Preise an.

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Wieder eine Preissteigerung, die sich auf den hohen Ölpreis gründet: Der Druckfarbenhersteller Siegwerk, der Farben unter anderem für Kartons, Etiketten und Getränkeverpackungen herstellt, kündigt höhere Preise an. Das könnte bei einigen Produkten auch der Endverbraucher zu spüren bekommen.

Rohstoffe um bis zu 40 Prozent verteuert

Sie sind unverzichtbar bei der Herstellung von Druckerzeugnissen wie Verpackungen, Werbebroschüren, Zeitungen, und sie sind in den vergangenen Jahren immer teurer geworden: Pigmente, Additive, Binde- und Lösemittel - Rohstoffe und Komponenten für die Druckfarbenindustrie. Ein Beispiel: Die Preise für Titandioxid sind seit 2010 um 40 Prozent nach oben geklettert. Der schwache Euro, die zunehmende weltweite Nachfrage - teilweise mit der Folge von Versorgungsengpässen - auf den Rohstoffmärkten, steigende Energie- und Transportkosten, volatile Ölpreise, politische Instabilität und das Agieren von Spekulanten erschweren die Situation zusätzlich.

Rohstoffe machen den größten Kostenanteil aus

Laut Siegwerk-Chef Herbert Forker habe man es "mit einer Kostenspirale zu tun, die sich weiter dreht und die gesamte Industrie unter Druck setzt." Deshalb seien Preiserhöhungen im kommenden Jahr "unumgänglich", wolle man das Qualitätsniveau der Farben nicht herunterschrauben. Die Situation sei für die Industrie auch deshalb so problematisch, weil Rohstoffe den größten Teil der Gesamtkosten von Druckfarben ausmachen. Die Einkaufspreise hätten 2012 zum Teil sogar noch über denen von 2011 gelegen. Auslöser seien auch Preissteigerungen von Grundstoffen, die zur Herstellung von Druckfarben-Rohstoffen nötig sind - etwa Ethylen und Styrol, die aus Mineralöl gewonnen werden.

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