Umfrage

Höchststand seit 10 Jahren: Viele Deutsche sind mit Finanzen zufrieden

Viele Deutsche sind mit ihrer finanziellen Situation zum aktuellen Zeitpunkt glücklich. Eine Umfrage ergab, dass 59 Prozent ihren Kontostand mit gut oder sehr gut bewerten. Sparkassenpräsident Georg Fahrenschon zufolge ist das der höchste Wert seit zehn Jahren.

sparen© Michaela Rofeld / Fotolia.com

Berlin - Die Mehrheit der Deutschen ist laut einer Umfrage zufrieden mit dem Blick aufs eigene Bankkonto. 59 Prozent bewerteten ihre finanzielle Situation mit gut oder sehr gut, teilte der Deutsche Sparkassen- und Giroverband am Dienstag in Berlin mit. Das sei der höchste Wert seit zehn Jahren, sagte Sparkassenpräsident Georg Fahrenschon eine Woche vor dem Weltspartag am 31. Oktober.

Interesse an Immobilien als Geldanlage hat zugenommen

Die Meinung zu bestimmten Geldanlagen hat sich aber geändert. Rund die Hälfte gab an, die selbstgenutzte Immobilie eigne sich mit am besten, um Vermögen aufzubauen. Vor zehn Jahren hatte das erst gut jeder Vierte gesagt. Dagegen werden Lebensversicherungen nicht mehr als so gute Anlage betrachtet: Die Zustimmung ging von 66 Prozent vor zehn Jahren auf nun 24 Prozent zurück.

Lebensversicherer leiden unter der Nullzinspolitik der Europäischen Zentralbank (EZB), für die Kunden sind die Verzinsungen der Policen gesunken. Derweil haben die Niedrigzinsen einen Immobilienboom ausgelöst, da Finanzierungen günstig sind. Sparer merken die niedrigen Zinsen auch auf ihrem Konto. Fast jeder fünfte Befragte hält laut der Umfrage Rücklagen auf dem Sparbuch für geeignet, um Vermögen aufzubauen. Vor zehn Jahren waren es 30 Prozent gewesen.

Experte: Kein Grund zur Entspannung

Fahrenschon warnte, es sei nicht überraschend, dass angesichts der guten wirtschaftlichen Lage die Menschen mit ihrer Finanzlage zufrieden seien. Nur 9 Prozent der Bevölkerung bewerteten ihre Lage als eher schlecht oder schlecht. "Das ist eine gute Momentaufnahme", sagte Fahrenschon. "Einen Grund für Entspannung sehen wir nicht." Denn viele Deutsche sorgten nicht für das Alter vor - laut der Umfrage sind es 23 Prozent.

Quelle: DPA

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