Preissteigerungen

Hessischer Versorger erhöht Strompreise um 13,2 Prozent

Die ovag Energie AG mit Sitz im hessischen Friedberg ist einer der ersten Energieversorger, die die fürs neue Jahr angesetzte Preissteigerung veröffentlicht haben.

31.10.2012, 09:00 Uhr
Strom sparen© Gina Sanders / Fotolia.com

Die ovag Energie AG mit Sitz im hessischen Friedberg ist einer der ersten Energieversorger, die die fürs neue Jahr angesetzte Preissteigerung veröffentlicht haben. Um ganze 13,2 Prozent wird der Strom hier teurer. Das entspricht etwa den Prognosen von Verivox, Strom würde um 13 Prozent mehr kosten, wenn alle Erhöhungen bei Umlagen und Netzentgelten weitergegeben würden.

Prognosen werden zur Realität

Eine Familie mit einem durchschnittlichen Verbrauch von 3500 kWh zahlt damit knapp 120 Euro im Jahr mehr. Die ovag selbst, die nach eigenen Angaben etwa 220.000 Kunden versorgt, scheint auch wenig glücklich über die Entwicklung:

„Man fühlt sich derzeit eher wie eine staatlich gelenkte Inkassobehörde als ein im Wettbewerb stehendes Energieversorgungsunternehmen", erklärt ovag-Vorstand Rainer in einer Pressemitteilung. Was seit Längerem in der Branche prognostiziert werde, habe sich nunmehr als „knallharte Realität" erwiesen.

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