Winterzeit

Heizölpreise sind aktuell im Keller

Der Heizölpreis lässt Verbraucher derzeitig aufatmen: Deutlich unter dem Vorjahresniveau ist der Preis so niedrig wie schon lange nicht mehr. In einigen Regionen kommt es dennoch bereits zu langen Wartezeiten. Da die Preisentwicklung schwer vorauszusagen ist, sollte man mit der Bestellung nicht allzu lange warten.

Energiekosten© Margit Power / Fotolia.com

Hamburg (dpa/tmn/ red) - Wer sein Haus oder seine Wohnung mit Öl heizt, kann sich nach Jahren mit immer neuen Preisrekorden endlich einmal über gute Nachrichten freuen. Die Preise sind so günstig wie lange nicht mehr und haben sich bei 82 bis 83 Euro für 100 Liter Heizöl (beim Kauf von 3000 Litern/inklusive Mehrwertsteuer) stabilisiert. Das sind elf Euro weniger als vor einem Jahr und immerhin acht Euro weniger als vor zwei Jahren.

Preisrekordjahr 2012

Eine durchschnittliche Tankfüllung kostet damit unter 2500 Euro - rund 330 Euro weniger als im November des vergangenen Jahres. 2012 war mit einem Durchschnittspreis von mehr als 90 Euro das teuerste Heizöl-Jahr aller Zeiten. In diesem Jahr lag der Preis zwar meistens leicht unter dem Vorjahresniveau, doch trieb der kalte und lange Winter den Verbrauch kräftig in die Höhe. In den ersten neun Monaten lag der Absatz um 13 Prozent höher als im gleichen Zeitraum des Vorjahres, meldete die Arbeitsgemeinschaft Energiebilanzen.

Gestärkter Euro drückt den Preis

Für den Heizölpreis sind mehrere Faktoren wichtig: Der wichtigste ist der Rohölpreis, der mit rund 103 Dollar für ein Fass (159 Liter) der Nordsee-Sorte Brent praktisch genauso hoch liegt wie vor einem Jahr. Dem Verbraucher geholfen hat der Euro, der seit Juli gegenüber dem US-Dollar deutlich aufgewertet hat. Mit ihrer Zinssenkung hat die Europäische Zentralbank (EZB) vor einigen Tagen diese Entwicklung allerdings unterbrochen.

Käufer in den Startschuhen

Noch hat keine Kaufwelle der Heizölkunden eingesetzt. In einigen Regionen Deutschlands, zum Beispiel im Raum Erlangen oder im Saarland, sind die Lieferzeiten länger geworden und betragen bis zu einem Monat. Die Erfahrung früherer Jahre zeigt: Es ist keine gute Idee, bis zum letzten Tropfen im Tank zu warten. Bei einem Kälteeinbruch wollen viele Kunden auf einen Schlag Heizöl kaufen, der Preis springt an und die Händler können nicht mehr schnell liefern.

Mit Käufergruppen Rabatt einholen

Mit ein wenig Verhandlungsgeschick kann man den Preis aber immer noch drücken. Die Verbraucherzentrale Hamburg rät etwa dazu, Einkaufsgruppen zu bilden. Schließen Verbraucher sich hierzu mit Nachbarn zusammen, können sie eventuell einen Mengenrabatt bekommen. Ein Nachteil dabei ist der höhere Organisationsaufwand. Und einer muss als Auftraggeber herhalten, der Ansprechpartner bei nicht gezahlten Teilbeträgen der Ölrechnung ist. Man sollte sich folglich nur mit vertrauenswürdigen Nachbarn zusammentun.

Außerdem hilft ein Preisvergleich dabei, die Kosten niedrig zu halten. Hierbei hilft unser Heizölrechner.

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