Heizspiegel

Heizkosten: Kunden können auf Rückzahlung hoffen

Die Heizkosten waren 2014 bei vielen Verbrauchern wohl niedriger als 2013, denn im vergangenen Jahr war das Wetter vergleichsweise mild. Laut dem aktuellen Heizspiegel dürften sowohl Nutzer von Gasheizungen als auch Verbraucher, die mit Erdgas oder Öl heizen, Geld zurückbekommen.

Heizkosten© Coloures-pic / Fotolia.com

Berlin (dpa/tmn/red) - Die Heizkostenabrechnung für das Kalenderjahr 2014 könnte rund zehn Prozent niedriger als die Vorjahresabrechnung ausfallen. Grund dafür ist das warme Wetter im vergangenen Jahr. Hinzu kamen deutlich niedrigere Preise für Öl und geringere Kosten für Fernwärme und Erdgas. Das geht aus dem neuen Heizspiegel hervor, den die co2online gGmbH und der Deutsche Mieterbund (DMB) veröffentlicht haben.

Viele Mieter dürften Rückzahlungen bekommen

Demnach sparten Mieter einer 70 Quadratmeter großen Wohnung gegenüber dem Vorjahr rund 85 Euro, wenn sie mit Erdgas geheizt haben. Bei Fernwärme zahlten sie 90 Euro weniger und bei Heizöl durchschnittlich sogar 155 Euro weniger. Angesichts der zu erwartenden Rückzahlungen sollten Mieter darauf drängen, dass pünktlich abgerechnet wird.

Abrechnung für 2014 sollte bis Ende 2015 eintreffen

Für das Jahr 2014 muss der Mieter die Abrechnung spätestens bis zum 31. Dezember 2015 erhalten. Verpasst der Vermieter die Zwölfmonatsfrist, kann er mit der verspätet zugesandten Abrechnung keine Nachforderungen mehr stellen. Ein mögliches Guthaben verfällt für den Mieter aber nicht - selbst wenn der Vermieter verspätet - also erst 2016 - abrechnet.

Eine Überprüfung des Schreibens lohnt sich. Das gilt sogar, wenn es ein Guthaben für den Mieter ausweist. Mieter können dafür die Angaben der aktuellen Abrechnung mit der des Vorjahres vergleichen. Bei Abweichungen, beispielsweise bei der Wohnfläche, müssen Mieter nachhaken. Wer die Verbrauchswerte und Energiekosten vergleichen will, kann sich am Heizspiegel 2015 orientieren.

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