Energiebranche

Harter Preiskampf: Umsatz bei Windanlagenbauer Senvion sinkt

Für Windanlagenbauer wird der Kampf gegen die Konkurrenz härter. Der Markt für Windrädern an Land ist zunehmend gesättigt und zusätzlich sind die Subventionen zurückgefahren worden. Das bekommt auch das Unternehmen Senvion zu spüren.

Windenergie© elxeneize/ Fotolia.com

Hamburg - Der Windanlagenbauer Senvion hat angesichts des harten Preiskampfes im vergangenen Geschäftsjahr Federn lassen müssen. Umsatz und operatives Ergebnis sanken, fielen dabei aber im Rahmen der Erwartungen des Managements aus, wie Senvion am Donnerstag in Hamburg mitteilte. Der Nettoverlust wurde ausgeweitet. Für das laufende Jahr geht das Unternehmen von einem steigenden Margendruck aus.

Geschäft mit der Windenergie an Land schwächelt

Der Umsatz sank 2017 von 2,2 Milliarden auf knapp 1,9 Milliarden Euro. Dabei entwickelte sich vor allem das Geschäft mit der Windenergie an Land schwächer, das den Löwenanteil zum Umsatz beiträgt. Das um Sondereffekte bereinigte operative Ergebnis (Ebitda) fiel von 206 auf 152 Millionen Euro, die entsprechende Marge von 9,3 Prozent auf 8,0 Prozent. Der Nettoverlust stieg von 64 auf knapp 93 Millionen Euro. Negativ schlugen dabei unter anderem Kosten für Restrukturierungsmaßnahmen zu Buche.

Sinkende Ergebnisse auch bei weiteren Windanlagenbauern

Die Windanlagenbauer leiden derzeit unter einem harten Konkurrenzkampf und schrumpfender Profitabilität. Dies gilt vor allem für die Windenergie an Land, da der Markt zunehmend gesättigt ist und Subventionen heruntergefahren werden. Ausschreibungen für neue Anlagen finden mittlerweile häufig über eine Auktion statt, was die Preise drückt. Vor Senvion hatten bereits Vestas, Nordex und Siemens Gamesa sinkende Ergebnisse berichtet. Die Unternehmen versuchen, mit Einsparungen dagegen zu halten.

Für das laufende Jahr erwartet Senvion einen Umsatz von 1,8 bis 1,9 Milliarden Euro und damit in etwa auf Vorjahresniveau. Der Margendruck wird dabei anhalten - das Unternehmen geht von einem Rückgang der bereinigten Ebitda-Marge auf 5,0 bis 6,5 Prozent aus.

Quelle: DPA

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