Hände ans Steuer!

Handy-Verbot wird Gesetz

Das Handy-Verbot beim Autofahren wird ab 1. Januar 2001 zum Gesetz. Missachtung hat ein Verwarnungsgeld von 60 Mark zur Folge.

14.11.2000, 11:20 Uhr
Mobilfunk Tarife© Uwe Malitz / Fotolia.com
Ab dem kommenden Jahr ist es verboten Mobil- und Autotelefone im Straßenverkehr zu gebrauchen, wenn dazu das Handy oder der Hörer des Autotelefons aufgenommen oder gehalten werden muss. Das Telefonieren mit Freisprecheinrichtung bleibt erlaubt, wenn der Fahrer dabei die Hände am Steuer behält. Das Verbot gilt genauso für Radfahrer. Nur müssen diese bei Zuwiderhandlung nicht wie Autofahrer ein Verwarnungsgeld von 60 Mark sondern von 30 Mark bezahlen.

Im Januar untersuchte die Stiftung Warentest, wie stark das Telefonieren vom Straßenverkehr ablenkt. Selbst mit Freisprechanlage ist der Fahrer sekundenlang beschäftigt. Bei Tempo 100 bedeutet das über 400 Meter Blindflug. Mehr Sicherheit bringen Freisprechanlagen mit Sprachwahl. Das Handy bleibt in der Halterung, die gewünschte Nummer wird auf Zuruf gewählt.

Verboten ist das Telefonieren am Steuer auch in vielen weiteren Staaten, unter anderem in Dänemark, Frankreich, Griechenland, Italien, Österreich, Polen, Rumänien, Schweiz, Slowenien, Slowakei, Spanien, Tschechien und der Türkei. Besonders hart werden Verstöße in Polen mit bis zu 2300 Mark und in Spanien mit rund 1200 Mark Strafe geahndet. In Portugal ist das Telefonieren während einer Autofahrt sogar mit Freisprechanlage untersagt.

Für Vollständigkeit und Richtigkeit der Angaben übernehmen wir keine Gewähr.

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