Preissteigerungen

Hafer wird knapp: Müsli-Hersteller in Schwierigkeiten

Der Müsli-Hersteller Brüggen beklagt, dass Hafer derart knapp werde, dass schon 90 Prozent aus dem Ausland bezogen werden müssten.

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Der Müsli-Hersteller Brüggen beklagt, dass Hafer derart knapp werde, dass schon 90 Prozent aus dem Ausland bezogen werden müssten. In den 90ern habe man noch die gleiche Menge aus heimischem Anbau bekommen. Jetzt habe man gar in Skandinavien, England und Irland Schwierigkeiten, genügend Hafer zu beschaffen, denn auch dort seien die Erntemengen stark gesunken. Zwei Drittel der Brüggen-Produkte enthalten nach der Aussage des Herstellers das gesunde Getreide.

Hafer wird von Energiepflanzen verdrängt

Der Grund: Die Anbauflächen für Hafer werden mehr und mehr von Energiepflanzen wie Mais belegt, der zur Erzeugung von Biosprit und Biogas angebaut wird. Die Tatsache, dass man auf Getreide aus dem Ausland ausweichen muss, hat höhere Kosten durch Transport, aber auch Zölle zur Folge. Die Flächenkonkurrenz mit Nahrungspflanzen ist eine der Schattenseiten alternativer Kraftstoffe.

Preiserhöhung könnte noch 2013 kommen

Der Leipziger Müsli-Produzent fürchtet, dass schon mit der nächsten Ernte auch die Verbraucher diese Entwicklung zu spüren bekommen könnten. Ende 2013 würden dann Müsli & Co. deutlich teurer werden. „Wenn die Konkurrenz um verfügbare Mengen weiter zunimmt, werden die Preise hochgehen," so das Unternehmen laut Lübecker Nachrichten.

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