Lockangebote

Häufig Shoppingfallen auf Kinder-Webseiten

Internetseiten mit Quiz- und Ratespielen für Kinder entpuppen sich häufig als Shoppingfallen. In jedem zweiten Fall gibt es Probleme mit Werbung oder Datenschutz. Abhilfe können Werbeblocker schaffen, die es für den PC und auch für Smartphones gibt.

19.11.2012, 09:28 Uhr
Familie© Monkey Business / Fotolia.com

Hamburg/Berlin (AFP/dapd/red) - In jedem zweiten Fall gibt es laut einer Untersuchung des Verbraucherzentrale Bundesverbandes (VZBV) Probleme mit der Werbung oder dem Datenschutz, wie das Nachrichtenmagazin "Spiegel" am Sonntag vorab berichtete. Insgesamt wurden 52 Internetauftritte für Kinder geprüft. In 29 Fällen leiteten die Datenschützer Unterlassungsverfahren ein, weil auf den Seiten redaktioneller Inhalt und Werbung nicht klar genug getrennt wurden.

Werbung tarnt sich als Quiz

Auf Kritik stießen demnach vor allem Werbeformen, die zum Spielen animieren, dann aber auf Unternehmensseiten weiterleiten. Auch als Quiz getarnte Werbung, bei der die Kinder am Schluss nach ihrer Handynummer gefragt werden und mit der Antwort ein kostenpflichtiges Abonnement abschließen, wurden gerügt.

"Es ist schon erschreckend, wie hemmungslos manche Anbieter die Unerfahrenheit von Kindern für Geschäfte ausnutzen", kritisierte VZBV-Vorstand Gerd Billen. Um Kinder vor rechtswidriger Werbung und Datenabfrage zu schützen, fordern die Verbraucherschützer von Unternehmen, komplett auf Lockangebote wie entsprechende Gewinnspiele zu verzichten. Sofern Werbung zur Refinanzierung der Seiten erforderlich sei, sollte sie mit Augenmaß eingesetzt werden, sagte Billen dem "Spiegel". Untersucht wurden Seiten wie www.kika.de, www.wasistwas.de oder www.kindercampus.de.

Werbeblocker schützen vor Abofallen

Ein Werbeblocker kann Kinder beim Surfen im Internet davor schützen, über Werbebanner auf dubiose Webseiten zu gelangen. Unter Verwendung der neuen Version des Add-ons "Adblock Plus" werden blinkende Banner, bunte Werbespots oder aufmerksamkeitsstarke Pop-ups im Browser nicht angezeigt, teilte die Initiative Adblock Plus mit. Eine gleichnamige App für Android-Smartphones solle im Dezember verfügbar sein. Sowohl die Add-on-Variante als auch die App können von Nutzern gratis heruntergeladen werden.

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