Im Höchstspannungsnetz

Händler: Täglich 5000 Lieferungen im Stromnetz

Laut Verband der Netzbetreiber (VDN) sind die deutschen Stromnetze für Händler offen, denn täglich gäbe es im deutschen Höchstspannungsnetz fast 5000 neu angemeldete Lieferungen. Knapp 200 Händler befänden sich im Wettbewerb um die 1,6 Millionen Kilometer langen Stromnetze.

Energieversorung© Gina Sanders / Fotolia.com

Berlin (red) - Täglich gibt es im deutschen Höchstspannungsnetz knapp 5000 neu angemeldete Lieferungen. Das sind im Jahr 1,8 Millionen Lieferungen von Händlern durch die Stromnetze der vier Übertragungsnetzbetreiber, meldet der Verband der Netzbetreiber (VDN) beim Verband der Elektrizitätswirtschaft (VDEW) nach Schätzungen für 2004.

Etwa 200 Händler würden täglich ihre Stromlieferungen jeweils für den nächsten Tag bei den Netzbetreibern anmelden. Die Übertragungsnetze der Höchstspannungsebene betragen 36 000 Kilometer, das sind zwei Prozent der 1,6 Millionen Kilometer umfassenden Stromnetze. Etwa fünf Prozent sind laut VDN Hoch-, 30 Prozent Mittel- und 63 Prozent Niederspannungsleitungen.

Das könnte Sie auch interessieren
  • Hochspannungsleitung

    Weniger Noteingriffe zur Stabilisierung der Stromnetze

    Der Ausbau der Stromnetze macht sich offenbar allmählich bezahlt: Zur Stabilisierung der Stromversorgung mussten die Netzbetreiber deutlich seltener eingreifen und Kraftwerke ihre Produktion drosseln. Das könnte sich auch bald bei den Stromkosten positiv bemerkbar machen.

  • Stromnetz

    Kabinett beschließt Vorrang für Erdkabel – Stromkosten steigen

    Erdkabel erhalten beim Bau der geplanten Stromautobahnen den Vorrang, so ein Beschluss des Bundeskabinetts. Der Kompromiss im Trassenstreit wird allerdings teuer: Experten gehen von drei bis acht Milliarden Euro an zusätzlichen Kosten aus. Die Ausgaben finden Verbraucher auf künftigen Stromrechnungen wieder.

  • Hochspannungsmasten

    VDEW: "Strommarkt braucht keine staatliche Investitionslenkung"

    Der Präsident des Verbandes der Elektrizitätswirtschaft, Werner Brinker, hat der Bundesregierung vorgeworfen, dass die Regelungen des geplanten Energiewirtschaftsgesetzes Investitionen in neue Techniken behindern würden. Pauschalvergleiche für 900 Unternehmen ignorierten Strukturunterschiede.

  • Hochspannungsmasten

    Bundesrat kritisiert Entwurf zum Energiewirtschaftsrecht

    Der Bundesrat hat am vergangenen Freitag den vorliegenden Gesetzentwurf zum neuen EnWG wie erwartet kritisiert. Der Entwurf sei sowohl unter gesetzestechnisch formalen Aspekten als auch inhaltlich überarbeitungsbedürftig. Insbesondere geht es um die Vorab-Kontrolle der Netznutzungsentgelte.

  • Stromnetz Ausbau

    Bayern lehnt Regierungspläne zum Energierecht ab

    Bayerns Bundesratsminister Erwin Huber kündigte heute in Berlin eine kritische Stellungnahme des Bundesrats zum EnWG-Entwurf am Freitag an. Der CSU-Politiker sprach von einer eigenen Initiative der Unions-geführten Länder, um einen wirkungsvollen Wettbewerb auf dem Energiemarkt zu erreichen.

Top