Immobilie

Gutachten: Baukosten erhöhen sich durch Energie-Vorschriften kaum

Die Baukosten sind in den vergangenen Jahren angestiegen. Einer Studie zufolge liegt das aber nur zu einem sehr geringen Anteil an Maßnahmen, um den Energieverbrauch in den Gebäuden zu senken. Vielmehr seien die gestiegenen Kosten beispielsweise auf höhere Grundstückspreise zurückzuführen.

Wärmedämmung© Jean Kobben / Fotolia.com

Berlin - Die verschärften Energiespar-Vorschriften tragen einer Studie zufolge nur einen geringen Anteil am Baukosten-Anstieg der vergangenen Jahre. Ein Gutachten, das das Dresdner Institut für Technische Gebäudeausrüstung (ITG) für den Bundesverband Erneuerbare Energie erstellt hat, führt den Anstieg der Baukosten seit dem Jahr 2000 vor allem auf die allgemeine Preisentwicklung und auf die stark gestiegenen Grundstückspreise zurück.

Strengere Vorschriften mit der Energieeinsparverordnung 2016

Seit der Jahrtausendwende war die Energieeinsparverordnung viermal überarbeitet worden. Mit der jüngsten Verschärfung Anfang 2016 waren bei Neubauten der zulässige Energiebedarf für Heizen und Warmwasser gesenkt sowie die Anforderungen an die Wärmedämmung weiter erhöht worden. Die Bauwirtschaft beklagt, dass die Schaffung von preiswertem Wohnraum dadurch weiter erschwert werde.

Mehrkosten durch Energiespar-Vorschriften liegen bei maximal 4,2 Prozent

Nach Einschätzung der ITG-Studie gibt es aus wirtschaftlicher Sicht hingegen keinen Grund, das 2016 eingeführte Anforderungsniveau für neue Wohngebäude abzusenken. Die energiebedingten Mehrkosten beliefen sich beim Bau eines Einfamilienhauses zwischen 2,2 und 4,2 Prozent, bei Mehrfamilienhäusern sogar nur zwischen 2,1 und 3,3 Prozent. Auch von der 36-prozentigen Baupreissteigerung seit dem Jahr 2000 seien 30 Prozentpunkte nicht auf die Vorschriften zum Energiesparen zurückzuführen.

Quelle: DPA

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