Sogar billiger als vom eigenen Konto aus?

Günstige Prognosen für Handy-Bezahlsysteme

Günstige Prognosen für den M-Commerce lassen laut einer neuen Studie auch für den per Handy abgewickelten Zahlungsverkehr eine positive Entwicklung erwarten. Gerade hinsichtlich der Sicherheit gibt´s Pluspunkte.

Klapphandy© Oliver Hoffmann / fotolia.com

Der Europamarkt für Mobile Payment soll nach einer neuen Analyse der Unternehmensberatung Frost & Sullivan im Jahr 2006 ein Volumen von 25 Milliarden US-Dollar erreichen. Die Prognose berücksichtigt Zahlungsvorgänge per Handy an Automaten oder Parkuhren, an Kassen mit Personal, über WAP-Sites, bei Online-Einkäufen am PC und bei privaten Zahlungen zwischen Einzelpersonen.

Günstiger als vom eigenen Konto?

Der Großteil des Umsatzes wird der Studie zufolge im Jahr 2006 auf den M-Commerce (39 Prozent) und private Zahlungen (34 Prozent) entfallen. Unter privaten Zahlungen, auch Peer-to-Peer-Payment genannt, versteht man eine Überweisung von einer Privatperson auf das M-Payment-Konto einer anderen Privatperson. In der Praxis wird erwartet, dass zum Beispiel in Restaurants oder Bars entsprechend die Rechnung geteilt und der Betrag per Handy untereinander ausgeglichen wird. Derartige Überweisungen könnten in Zukunft kostengünstiger sein als vom eigenen Konto aus. Zudem könnten die Zahlungen zu jeder Zeit und an jedem Ort durchgeführt werden.

Mehr Umsatz dank M-Payment

Mobile Payment bietet durchaus Vorteile für Anbieter und Verbraucher, verbunden mit attraktiven Marktchancen für Netzbetreiber, Finanzdienstleister und Gerätehersteller. So sparen beispielsweise Betreiber von Automaten oder Parkuhren den aufwändigen Umgang mit Bargeld und die durch Vandalismus verursachten Kosten. Einzelhändler erwarten Kostenvorteile durch niedrigere Registrierungs- und Transaktionsgebühren als bei Kreditkartenterminals. Wo M-Payment als zusätzliche Zahlungsoption eingeführt wird, könnte außerdem mit Umsatzsteigerungen von bis zu 20 Prozent gerechnet werden.

Sicherer als Kreditkarten

Von entscheidender Bedeutung seien laut Frost & Sullivan die Sicherheitsaspekte, bei denen M-Payment wiederum günstiger abschneidet als die Kreditkarte. Für die Transaktion sind sowohl das Handy als auch eine PIN erforderlich, während bei der Kreditkarte eine - selbstredend nicht fälschungssichere - Unterschrift genügt. Auch bei Online-Einkäufen am PC erweist sich M-Payment als sichere Alternative. Anstelle der Kreditkartenangaben muss nur eine Telefonnummer oder ein Alias über das Internet übermittelt werden.

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