Preissteigerungen

Grunderwerbsteuer macht Immobilienkauf teurer

Die Grunderwerbsteuer wird dann fällig, wenn in Deutschland eine Wohnung, ein Haus oder ein Grundstück gekauft wird.

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Die Grunderwerbsteuer wird dann fällig, wenn in Deutschland eine Wohnung, ein Haus oder ein Grundstück gekauft wird. Sie wird von den Ländern festgelegt und anhand des Kaufpreises berechnet. Derzeit profitieren die Länder also von der Entwicklung der Immobilienpreise nach oben, aber auch von den niedrigen Zinsen, die zum Immobilienboom beitragen.

Länder können sich über hohe Steuereinnahmen freuen

Laut Handelsblatt hatten die Länder im März 2014 so hohe Steuereinnahmen wie noch nie. Die Grunderwerbsteuer trug dazu fast doppelt so viel bei wie die Erbschaftsteuer und stellte ein Hundertstel am gesamten Steueraufkommen. Das liegt aber nicht nur am wachsenden Interesse an Wohneigentum, sondern auch an den gestiegenen Steuersätzen. Einzig Bayern und Sachsen halten noch an den 3,5 Prozent fest, die vor der Föderalismusreform 2006 bundesweit galten. In Schleswig-Holstein beträgt die Grunderwerbsteuer schon 6,5 Prozent, in den anderen Ländern liegt der Prozentsatz zwischen 4,5 und sechs Prozent.

Hessen und Saarland erhöhen zum August

Die nächsten Steuererhöhungen stehen in Hessen und dem Saarland an. Ab August 2014 soll die Grunderwerbsteuer in Hessen von fünf auf sechs Prozent steigen, im Saarland von 5,5 auf 6,5 Prozent. Das Land rechne mir Mehreinnahmen von 33 Millionen Euro im Jahr, so das Handelsblatt. In Berlin, Bremen, Niedersachsen und Schleswig-Holstein war schon zum Januar der Steuersatz gestiegen.

Diese Entwicklung betreffe vor allem junge Familien, die bei einer Steuererhöhung von 3,5 auf fünf Prozent Mehrkosten von fast 4000 Euro tragen müssten, rechnet Axel Gedaschko vor, der Vorsitzende der Bundesvereinigung Spitzenverbände der Immobilienwirtschaft (BSI).

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