E-Day

Grüne in Rheinland-Pfalz fordern Energiewende

Am Wochenende fand deutschlandweit ein Aktionstag für regenerative Energien statt. In Rheinland-Pfalz beispielsweise gab es dazu Infostände in Mainz und Landau und Aktionen in verschiedenen Landkreises. Die Grünen nahmen den "E-Day" zum Anlass, erneut eine Wende in der Energiepolitik zu fordern.

19.04.2004, 12:44 Uhr
Energieversorung© Gina Sanders / Fotolia.com

Mainz (ddp-rps/sm) - Eine Wende in der Energiepolitik haben die Grünen in Rheinland-Pfalz anlässlich eines landesweiten Aktionstages für regenerative Energien gefordert. Die gerade vom Bundestag verabschiedete Novelle des Erneuerbaren-Energie-Gesetzes (EEG) biete "hervorragende Ausgangsbedingungen" für einen Ausbau etwa von Sonnenenergie, Wind- und Wasserkraft sowie Biomasse-Anlagen, betonte Grünen-Landeschefin Tabea Rößner am Samstag. Nicht nur ein Beitrag zum Klimaschutz werde damit geleistet, durch die Einspeisevergütung könne man auch "Geld verdienen". Auch die Bauern im Land sahen in der neuen Förderpolitik eine Chance für ihre Höfe.

Am diesjährigen "Tag der Erneuerbaren Energien" wurde in zahlreichen Aktionen für alternative Energiequellen geworben. Im Rahmen des "E-Days" gab es unter anderem Infostände in Mainz und Landau sowie Aktionen im Landkreis Mainz-Bingen und im Donnersbergkreis. Auch mehrere Grünen-Politiker beteiligten sich am Aktionstag mit einer "Energie-MixTour", auf der sie in der Umgebung von Mainz eine Solaranlage und ein rapsölbetriebenes Blockheizkraftwerk besichtigten. Im Kreis Germersheim öffnete Landtags-Vizepräsidentin und Grünen-Abgeordnete Friedel Grützmacher ihr Haus, um ihre Holz-Pellet-Anlage vorzuführen.

Die Chance für ein "weiteres Standbein" zur Entwicklung der Agrarbetriebe durch die EEG-Novelle sah der Bauern- und Winzerverband Rheinland-Pfalz Süd - etwa durch die Produktion von Strom aus Biomasse. Hier bringe das neue Gesetz eine wichtige Absicherung, unterstrich Vizepräsident Helmut Steinhauer. Bislang seien entsprechende Investitionen für die Bauern mit einem hohen finanziellen Risiko verbunden gewesen. Interessant für die Landwirte ist Steinhauer zufolge vor allem der Bau einer Biogas-Anlage, in der ohnehin anfallende Gülle und Rindermist sowie nachwachsende Rohstoffe wie Gras oder Mais zur Stromproduktion verwendet werden. In Rheinland-Pfalz gebe es solche Anlagen bislang vor allem in der Eifel sowie zwei in der Pfalz.

Eine weitere Möglichkeit, für die sich viele Landwirte interessierten, seien Sonnenkollektoren auf Dachflächen. Die Investition rechne sich aber nur, wenn Strom über den Eigenbedarf des Hofes hinaus produziert und ins allgemeine Stromnetz eingespeist werde, sagte der Bauernvertreter.

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