Preissteigerungen

Größte Friseur-Kette erhöht die Preise

Das Friseur-Handwerk ist als eine Branche mit niedrigen Löhnen bekannt.

Geld sparen© gilles lougassi / Fotolia.com

Das Friseur-Handwerk ist als eine Branche mit niedrigen Löhnen bekannt. Dementsprechend macht sich auch die Mindestlohn-Regelung bemerkbar: Schrittweise steigen die Löhne auf mindestens 8,50 Euro die Stunde, für viele Angestellte noch einmal ein Plus im Geldbeutel. Jetzt hat Deutschlands größte Friseur-Kette, Klier, Preiserhöhungen angekündigt, die in den kommenden Monaten umgesetzt werden sollen.

Mindestlohn löst Preiserhöhungen aus

Im vergangenen Jahr wurde der Mindestlohn für Friseurinnen und Friseure eingeführt, er liegt bei 6,50 pro Stunde für Ostdeutschland und 7,50 Euro pro Stunde in Westdeutschland. In der nächsten Stufe will die Gewerkschaft Verdi, so berichtet fr-online.de, ab August 2014 auf 7,50 Euro bzw. acht Euro erhöhen. Ab August 2015 soll dann eine bundesweite Untergrenze von 8,50 Euro gelten. Schon 2013 gaben viele Friseurläden, vor allem die großen Billig-Ketten, an, die Preise erhöhen zu wollen. Hier verdienten die Angestellten teilweise nur drei bis vier Euro die Stunde, weshalb die Eigentümer natürlich deutlich höhere Kosten haben, die dann an die Kunden weitergegeben werden.

Klier erhöht im zweistelligen Prozentbereich

Nach der ersten Preiserhöhungswelle rollt jetzt wohl die nächste an. Die Friseur-Kette Klier, die deutschlandweit rund 900 Filialen betreibt, hat bereits angekündigt, die Preise deutlich anheben zu wollen. Der Anstieg soll im zweistelligen Prozentbereich liegen, so die fr-online. Herrenhaarschnitte für unter 20 Euro seien laut Co-Chef Michael Klier künftig nicht mehr drin. Ob die Verbraucher, die an Billigschnitte für zehn Euro oder weniger gewöhnt sind, bereit sind, das zu zahlen, wird sich zeigen. Dass ein größerer Teil der Friseure sich auf die heimische Schwarzarbeit verlegen dürfte, ist eine weitere mögliche Folge, wie der Autor des Artikels spekuliert.

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