Energiegipfel

Greenpeace-Demo vor RWE-Zentrale: "Raus aus der Kohle!"

Einen Tag vor dem zweiten Energiegipfel zwischen Bundesregierung und Stromkonzernen protestierten heute Vormittag 25 Greenpeace-Aktivisten an der Hauptzentrale des größten deutschen Kohle-Stromkonzerns RWE in Essen. Die Umweltschützer schütteten einen großen Kohlehaufen vor die Eingangshalle des Konzerns.

Stromtarife© Gina Sanders / Fotolia.com

"RWE will mit seinen Kohlekraftwerken Deutschlands Zukunft verheizen und Clement macht sich zu ihrem Handlanger", erläutert Greenpeace Energieexperte Sven Teske den Grund für diese Aktion. "Wenn die Bundesregierung morgen Garantien für neue Kohlekraftwerke gibt, dann sind das Garantien für Klimachaos, für Hochwasser, Dürren und Unwetter. Nachfolgende Generationen werden RWE und Clement dafür verfluchen."

Die Umweltschutzorganisation Greenpeace fordert von Politik und Stromkonzernen, keine neuen Kohlekraftwerke zu bauen und die deutsche Energieversorgung langfristig klimafreundlich umzubauen. Technisch möglich wäre laut Greenpeace bis zum Jahr 2050 ein Energiemix aus zwei Dritteln erneuerbarer Energien und einem Drittel effizienter Gaskraftwerke.

Auch andere Umweltverbände protestieren gegen die "Renaissance der Kohleverstromung". Der BUND, der Bundesverband Erneuerbare Energien, Germanwatch, NABU, ROBIN WOOD und der WWF stellen daher morgen Abend vor dem Bundeskanzleramt "Clements Kampf gegen die Windkraft" in einer symbolischen Protestaktion nach.

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