Sinkende Ölpreise

Glos fordert günstigere Energiepreise

Angesichts des deutlich gesunkenen Ölpreises fordert Bundeswirtschaftsminister Glos von den Versorgern günstigere Preise. "Ich kann nicht verstehen, dass sich unsere Energiekonzerne so bockbeinig anstellen, wenn es darum geht, den Verbraucher möglichst rasch mehr Geld in die Tasche zu geben", sagte Glos im ARD-"Morgenmagazin".

Energieversorung© Gina Sanders / Fotolia.com

Berlin (ddp/sm) - Es müsse möglich sein, anstehende Preiserhöhungen mit sich bereits abzeichnenden sinkenden Preisen zu verrechnen, verlangte Glos mit Blick auf die Kopplung des Gaspreises an den Ölpreis. "Ich werde auch das Kartellamt nochmal darauf ansetzen, um zu verhindern, dass jetzt den Verbrauchern noch tiefer in die Tasche gegriffen wird", fügte er hinzu. Wenn das Öl billiger werde, müsse der Gaspreis dem folgen.

Der Ölpreis hat am Montag trotz einer möglichen zweiten Kürzung der Förderquote durch die Organisation Erdöl exportierender Länder (OPEC) seine Talfahrt fortgesetzt. In New York fiel der Preis für ein Barrel (159 Liter) der Rohölsorte Light Sweet Crude auf 63 Dollar. Dies war der niedrigste Preis seit dem 29. Mai 2007. Noch vor wenigen Monaten hatte der Ölpreis auf einem Allzeithoch von 147 Dollar notiert.

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